Michel stellt sich hinter „fridays für future“ / Foto: ÖDP

Wolfsburg (WB/ÖDP) - Immer wieder freitags zieht es Schüler raus – raus aus den Schulen. Alles begann mit einem Mädchen aus Schweden. Greta hat Visionen und scheute sich nicht für diese einzustehen. Und dafür riskiert Sie Ihre Zukunft, zumindest sagen dies viele Schulen.

Ganz besonders für die Zukunft bleibt Greta jeden Freitag der Schule fern. Für Ihre Zukunft – kämpft sie gegen den Klimawandel. Millionen von Schüler ahmen Greta Woche für Woche weltweit nach und demonstrieren für den Klimawandel, statt zur Schule zu gehen. An diesem Freitag findet erstmals auch eine große Demo beginnend am Hauptbahnhof (10 Uhr) in Wolfsburg statt.

Sehr zur Freude von Michel – ÖDP Wolfsburg: „Es ist überfällig und zwingend notwendig“ sagt Michel. Aber kann dies nicht außerhalb der Schulzeit stattfinden, fragen sich viele Schulen? „Nein kann es nicht“, kontert Michel „Gerade in dieser Stadt wird regelmäßig während der Arbeitszeit für mehr Gehalt gestreikt, warum will man dieses Recht den Schülern nehmen?“ Ganz besonders ärgert ihn der Umgang der Schulen mit dieser Demo. So heißt es in Informationen an Eltern sinngemäß „Als Schulleitung begrüßen wir politisches Engagement und mögliche Aktionen außerhalb der Unterrichtszeit und sind auch bereit, diese entsprechend zu unterstützen. Eine Notwendigkeit für die Durchführung der Demonstration während der Unterrichtszeit sehen wir allerdings – wie das Kultusministerium und die Landesschulbehörde – nicht“. Weiter wird auch auf die Konsequenzen hingewiesen. „nicht als Schulveranstaltung genehmigt“ und eine „Beurlaubung muss beantragt werden, wird aber nicht genehmigt“. Auch lassen viele Lehrer diese Schulschwänzer nicht einfach davon kommen. Für diese Zeit angesetzte Arbeiten könnten mit ungenügend bewertet werden. Michel ist stinksauer: „Gerade von Europaschulen und Schulen, welche den Klimaschutz konzeptionell verankert haben, erwarte ich anderes Vorgehen. Ich kann nur dazu aufrufen, dies zu überhören und sich weiterhin für Ihre Zukunft zu engagieren – und zwar nicht im Klassenraum“.