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VW-Vorstandschef Diess erklärt im Interview mit den tagesthemen, wie Volkswagen aufholen will
Wolfsburg (WB/resch) - In einem Interview in der ARD gestern Abend äußerte sich Volkswagenchef Diess zu den E-Autos und verlorenem Vertrauen. Auf die Frage wie dem Konzern die „E-Revolution“ gelingen könne, sagte er: Sie sei bereits kurz vor der Serieneinführung und heißt ID - der Golf für das elektrische Zeitalter. Es stelle einen ähnlich großen Umbruch dar, wie den vom Käfer zum Golf.

Diess: „Ich glaube, wir sind sehr gut vorbereitet und sind diesmal nicht Nachläufer, sondern Pioniere.“ Weiter sagte der Autoboss: „Die Elektromobilität ist der richtige Weg, um die Klimaziele 2050 zu erreichen. Dazu sind wir alle aufgerufen. Für Volkswagen ist das eine Chance, diesen Wandel mitzugestalten.“
In diesem Prozess des Wandels möchte Diess Volkswagen zum Vorreiter bei erschwinglicher Elektromobilität machen. Die Produktion für den ID in Zwickau laufe Ende des Jahres an und Zwickau wird komplett zu einem Elektrofahrzeugwerk umgebaut. Anfang 2020 beginne der Roll-out des ID, der Golf des Elektrozeitalters. Mit Preisen unter 30.000 Euro – die sehr attraktiv für die Kunden seien.

Auf die Frage nach der Entwicklung von Batterietechnik sagte Diess, dass der Konzern im Aufbau von Batteriezellen-Werken in Europa, in China und perspektivisch auch in den USA aktiv sei und die Kompetenz bei Batteriezellen massiv verstärke. Auch ein Batteriewerk in Deutschland zu bauen würde in Erwägung gezogen.

Darauf angesprochen, warum Volkswagen den verärgerten und enttäuschten deutschen Kunden nicht noch mehr entgegen komme, erläuterte Diess: „In den USA haben wir eine grundsätzlich andere technische Situation. Die Fahrzeuge in den USA waren in keiner Weise zulassungsfähig, als wir sie dort in den Markt gebracht haben. Das hat außerordentlich hohen Aufwand erzeugt, die Fahrzeuge gesetzeskonform zu machen. Die Gesetzeslage ist eine ganz andere in den USA.
Der Autochef konstatiert, dass sehr viel Vertrauen verloren gegangen sei. Andererseits aber auch sehr viel Arbeit und Mühe darauf verwendet wurde, den Schaden wiedergutzumachen. In Europa und den USA und im Rest der Welt. Diess: „Wir tun alles, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. „