Bastian Michel ÖDP Wolfsburg / Foto: privat

... und plötzlich steht´s Betongold leer
Detmerode (WB/ÖDP WOB) - Am vergangenen Donnerstag wurde dem Ortsrat Detmerode als letzter Ortsrat der Haushaltsplan 2019 vorgestellt, bevor er demnächst in den Fachausschüssen diskutiert wird. Der Ortsrat war interessiert und hinterfragte viel. Trotz vieler Antworten, blieben beim Ortsratsmitglied Michel (ÖDP) viele Fragezeichen übrig.

Das dritte Jahr in Folge Schulden machen: Zwar beträgt das Investitionsvolumen nur noch 58 Millionen Euro, aber völlig falsch investiert, so Michel: „Der Digitalisierungswahnsinn geht weiter, bald fällt der Putz der Decke auf die Tablets der Schüler“. Auch kritisiert Michel nicht nur den Digitalisierungswahn sondern auch den massiven Ausbau der Kitas. „Klar brauchen wir Kitas, aber wir können uns doch nicht nur an den Kinderzahlen orientieren, sondern müssen auch das Personal haben. Mir sind alleine mit Paulus und AWO Kreuzheide zwei Kitas bekannt, wo Gruppen wegen Erziehermangel nicht realisiert werden können. Da staubt das Betongold ein“.

Auch sind die Zahlen nicht stimmig. Von den 58 Mio. Investitionen sollen 10 Mio. auf Gesundheit und Sport fallen. Allein der Umbau der Turnhalle in Detmerode soll in 2019 losgehen und würde mit 3 - 4 Mio Kosten + 25% Planungspauschale schon die Hälfte verschlingen. Das kann und will Michel nicht glauben. Kosten für einen Neubau würden laut Stadt höher ausfallen, nämlich 6 Mio. €. Höher, weiter, besser hält in Wolfsburg trotz Sparkurs an. Warum kostet in Wolfsburg ein Neubau 6 Mio €, während in Wolfenbüttel (Ravensburger Straße) eine Halle für 4 Mio gebaut wurde und dafür gab´s dann noch Ländergelder.

Am Donnerstag enthielt sich Michel der der Stimme bei der Abstimmung, heute würde er eher doch dagegen stimmen. Michel hofft, dass die Ausschüsse und der Rat ähnliche Diskussionen führen und Licht ins Dunkel bringen.