Foto: Fabi

Wolfsburg (WB/Fabi) - Was 1969 mit einer überschaubaren Mütterschule in Detmerode begann, entwickelte sich in den letzten 50 Jahren zu einer etablierten und bekannten Einrichtung für Familienbildung in Wolfsburg und der Umgebung.

Die Stadt Wolfsburg hat sich zu dieser Zeit noch im Aufbau befunden. Viele der heute inzwischen als selbstverständlich geltenden Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger zur Alltagsbewältigung und Bildung waren nicht vorhanden oder gerade erst im Aufbau. Auf Initiative des damaligen Jugendamtsleiters Siegfried Schuster entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Superintendenten des Ev.-luth. Kirchenkreises Wolfsburg diese kleine Einrichtung im Stadtteil Detmerode. Bereits drei Jahre später - im Jahr 1972 - wurde aus der Mütterschule die Evangelische Familienbildungsstätte. Sie ist heute eine der größten der 25 Familienbildungsstätten in Niedersachsen, davon 15 in evangelischer Trägerschaft.

Etwas ganz Besonderes zeichnet die Wolfsburger Einrichtung aus: Eine Mitarbeiterin der ersten Stunde ist auch heute noch – als Ehrenamtliche - für die Fabi aktiv.

Bereits 2012 konnte mit dem 1. Wolfsburger Familienbericht die Bedeutung der Fabi in der Wolfsburger Bildungslandschaft herausgestellt werden. Auch aus dem letzten Wolfsburger Familienbericht von 2016 geht hervor, dass „(…) insbesondere die Angebote der evangelischen Familienbildungsstätte [werden von Familien mit Kindern] vergleichsweise breit genutzt und geschätzt.“, ein Ergebnis, dass die Fabi in ihrem Bestreben qualitative und bedarfsorientierte Angebote für die Menschen vorzuhalten bestätigt.

Mittlerweile besuchen ca. 20.000 Teilnehmende an 62 Lernorten die zahlreichen und vielfältigen Angebote. Über 180 Kursleitende und Ehrenamtliche, sowie mehr als 80 Kooperations- und Netzwerkpartner engagieren sich im Rahmen der Fabi-Arbeit für die Familien direkt vor Ort.

Eines hat sich seit der Gründung nicht verändert: Die Angebote werden stets entlang der Lebenswelten, den Herausforderungen und Bedürfnissen von Familien und der jeweiligen Zeit ausgerichtet und sind getragen von dem evangelischen Profil. Gesellschaftliche Entwicklungen sowie familiäre Veränderungen und Herausforderungen zeitgemäß im Blick zu haben, gehört seitdem zu den Selbstverständlichkeiten des Planens und Handelns. So nehmen beispielsweise der Wandel der Rollenbilder von Eltern, die demographische Entwicklung der Gesellschaft, sowie die Veränderung in der Bevölkerungsstruktur Einfluss auf das Bildungsprogramm der Fabi.

Durch Teilnehmerbefragungen und intensive Gespräche mit Kooperations- und Netzwerkpartnern werden die Bedarfe systematisch erfasst und in Konzepte der Familienbildung integriert.