Wolfsburg (WB/Falko Mohrs-MdB) - Nach Aussage des SPD-Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs wird die Landesbehörde für Verkehr und Straßenbau im Mai über drei Wochen hinweg eine Verkehrszählung auf der A 39 vornehmen. Die gewonnen Daten sollen die Forderung der Stadt Wolfsburg nach einem sechsspurigen Ausbau vom Autobahnkreuz Wolfsburg-Königslutter bis zur Anschlusstelle Sandkamp untermauern.

Dies ist nach Ansicht von Bürgermeister Ingolf Viereck auch zwingend erforderlich, um die steigenden Bedarfe nach dem Lückenschluss in Richtung Lüneburg bewältigen zu können und gleichzeitig den dringend erforderlichen Lärmschutz zu erreichen.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde im Dezember 2016 verabschiedet. Der sechsspurige Ausbau der A 39 zwischen dem Autobahnkreuz Wolfsburg-Königslutter und der Anschlussstelle Sandkamp wurde darin jedoch nicht berücksichtigt. Das Bundesverkehrsministerium begründete dies mit den ihr vorliegenden Verkehrsbelastungszahlen, die einen Ausbau gemäß der hauseigenen Bewertungsmethodik nicht rechtfertigen. Die Wolfsburg AG hatte allerdings frühzeitig aufgrund der ihr vorliegenden lokalen Erhebungen den Nachweis erbracht, dass die gegebene Verkehrsbelastung für einen Ausbau durchaus vorhanden ist. Als Folge dieser Intervention konnte nach den Worten von Falko Mohrs die Zusage des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann erreicht werden, dieses Einzelprojekt bei der nächsten Bedarfsplanüberprüfung erneut bewerten zu lassen. Diese Bewertung findet im Jahr 2021 statt. Die Vorabreiten beginnen jetzt im Mai 2019 mit der Verkehrserhebung auf dem Teilstück der A 39 nördlich des Autobahnkreuzes sowie dem untergeordneten Straßennetz.

Als wichtigen Partner für den Ausbau und den damit verbundenen Lärmschutz bezeichneten die SPD-Politiker die Bürgerinitiative mit ihrem Sprecher Uwe Birnbaum. „Auch durch den Einsatz der BI konnte der Verbau von lärmmindernden Asphalt sowie die Umgestaltung des Mörser Knotens mit der verlängerten Abbiegespur zur Abfahrt Flechtorf/Heinenkamp realisiert werden“, lobt Mohrs den Einsatz der Anwohner. Auch mit eigenen Verkehrszählungen hatten Mitglieder der BI in der Vergangenheit ihre Forderungen eindrucksvoll belegt.

„Es wird aber nicht nur auf der A 39 gezählt, sondern voraussichtlich auch zwischen Fallersleben und Mörse, Ehmen und Klein Brunsrode sowie auf der B 248. Dadurch wird auch dokumentiert, wie sich insbesondere im Berufsverkehr die Belastung auf andere Straßen verteilt“, erwartet Viereck wichtige Aussagen. Schon heute gibt es insbesondere in Ehmen und Mörse hohe Belastungsspitzen durch Durchgangsverkehre.