Wolfsburg (WB/Polizei Wolfsburg) - Am Mittwochabend, um 19.41 Uhr war es zu einem Brand in einem als Wohn- und Geschäftshaus genutzten Objekt in Königslutter in der Westernstraße gekommen (WB berichtete). Dabei wurden vier Kinder durch das Einatmen giftiger Rauchgase leicht verletzt.

An dem Gebäude in Fachwerkbauweise war ein Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro entstanden. Der Brandort war von der Polizei beschlagnahmt worden. Die obdachlos gewordenen Bewohner waren zunächst bei Freunden untergekommen.

Am Donnerstagnachmittag wurde der Brandort von den Ermittlern der Polizei zur Spurensuche aufgesucht. Dazu hatten sie auch einen externen Brandsachverständigen hinzugezogen. Bei der Inaugenscheinnahme vor Ort und nach Rücksprache mit den Wohnungsinhabern konnte die Brandursache eindeutig ermittelt werden. Durch ein mit einem Feuerzeug in einem Kinderzimmer im Obergeschoss spielendes Kind war zunächst eine Matratze in Brand geraten. Die Versuche der Erziehungsberechtigten das Feuer im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu löschen schlugen jedoch fehl, so dass weitere Teile der Wohnung in Brand gerieten. Die Familie verhielt sich richtig und verließ umgehend das Gebäude, so dass es bei den leichten Verletzungen der vier Kinder blieb. Sie setzten auch unmittelbar nach der Brandentdeckung einen Notruf an die Leitstelle der Feuerwehr ab.

Bei der Spurensuche wurde von den Ermittlern weiterhin festgestellt, dass die in einer Mietwohnung gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder fehlten. Ob diese im vorliegenden Fall die Bewohner noch eher alarmiert hätten, bleibt zu klären.