Die Wolfsburger Reservisten auf dem Hof Severloh / Foto: Tim-Oliver Engelmann

21. Hermannsburger Winterpatrouille fordert Reservisten am nasskalten Wochenende
Wolfsburg/Celle (WB/RK Wolfsburg) - Eigentlich könnten sie das Wochenende auch ausschlafen und sich erholen, doch „seit Wochen und aus tiefer Überzeugung“, so der stellvertretende Vorsitzende der Reservistenkameradschaft (RK) Wolfsburg Tim-Oliver Engelmann, „bereiten sich die Reservisten auf den Militärischen Wettkampf in Hermannsburg akribisch vor“.

Den guten 2. Platz aus dem letzten Jahr konnten die Wolfsburger zwar dieses Jahr nicht wiederholen, es reichte aber zu einem soliden 4. Platz von insgesamt 10 Mannschaften.

Dafür standen die vier Wolfsburger Reservisten, genauso wie weitere 60 Reservisten aus fast ganz Ost-Niedersachsen, schon um 5.00 Uhr morgens am 9. Februar auf und traten noch in der Dämmerung bei „einer schönen kostenlosen Regendusche“, so ein Wolfsburger Reservist schmunzelnd, auf dem 64 km von Wolfsburg entfernten Hof Severloh, an. Bei der unter Reservisten als „Hermannsburger Winterpatrouille“ bekannten Übung am 9. Februar ging es um eine Stationsausbildung mit Vergleichswettbewerb. Absicht ist es seit jeher, die militärischen Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten im Ausbildungsgebiet „Gefechtsdienst aller Truppen“ im Rahmen einer Stationsausbildung zu erhalten und in Kombination mit einem Wettbewerb die Reservisten zusätzlich herauszufordern. Die Leistungen sprachen für sich. „Auf ganze 12,8 km Marschleistung und 10 verschiedene Stationen sind wir gekommen“, so der Wolfsburger Gruppenführer. „Hierbei wusste ich als Gruppenführender genau, dass ich mich auf meine Männer stets verlassen kann.“ so der Hauptfeldwebel d. R. nicht ohne Stolz über seine Teammitglieder in der Stimme.

Die Stationen stellten die Reservisten vor verschiedenste Herausforderungen. Zu Gute kam speziell den Wolfsburger Reservisten, dass zwei Reservisten langjährige aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind. „Hierdurch und durch die Vorbereitung an mehreren Freitagen davor“ so der dritte Wolfsburger Reservist, „ist es uns als Mannschaft möglich, das breite Spektrum der Herausforderungen: vom Versorgen und Bergen von Verletzten, über taktisches Bewegen mit gegenseitigem Decken, bis hin zur Geländeorientierung und dem Bedienen und Handhaben des Funkgerätes, in realistischen Übungslagen sicher abzurufen.“

„Besonders stolz bin ich, dass wir den militärischen Eilmarsch von 1,7 km, mit dem Auftrag insgesamt 10 Ziele aufzuklären, ohne Ausfälle und Fehler in der sehr schnellen Zeit von 22 Minuten gemeinsam bewältigt haben“, so Stellv. Gruppenführer Engelmann motiviert. Hierzu ergänzte der vierte Wolfsburger Reservist, der als Sanitäter in der Gruppe fungierte: „Wirklich eine beispielhafte Leistung. Wenn jemand aus der Mannschaft nicht mehr konnte, schnappte sich gleich ein anderes Teammitglied den Rucksack, ein Weiterer nahm das Gewehr des schwächelnden Kameraden und weiter ging es gemeinsam im Laufschritt über die Ziellinie. Ein starkes Gefühl des Zusammenhaltes.“ Damit diese große Übung in dieser Form überhaupt möglich ist, bauten die Reservisten aus Celle und Hermannsburg schon am Vortag die Stationen auf. Für die Organisation und die gute Durchführung bedankte sich der Wolfsburger RK-Vorsitzender bei den Reservisten vor Ort und versprach, auch nächstes Jahr wieder mit seiner Wolfsburger Mannschaft, wie schon das Jahr zuvor, ob es regnet oder schneit, auf dem Platz anzutreten. Übrigens: ganz gleich ob gediente oder ungediente Interessenten, die Freitagstreffen der Wolfsburger Reservisten stehen jedem offen und finden am 15. Februar und 5. April immer um 18:00 Uhr im Haus in den Allerwiesen 8 (38440 Wolfsburg) statt.