Insgesamt neun Museen konnten Urkunden und Plaketten entgegen nehmen / Foto: Helge Krückeberg

Hannover (WB/Sparkassenverband Niedersachsen) - Mittlerweile hat sich das Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen zu einer festen Größe in der Museumswelt etabliert. Bereits zum zwölften Mal zeichneten das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung sowie der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. am gestrigen Mittwoch kleine und große Museen aus, die die Standards des Deutschen Museumsbundes in vorbildlicher Weise umsetzen.

In der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Hannover übergab der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler gestern, gemeinsam mit Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor Niedersächsische Sparkassenstiftung und VGH-Stiftung sowie Prof. Dr. Rolf Wiese, Vorsitzender des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, die Urkunden und Plaketten an insgesamt neun Museen.

 „Wir sind stolz auf die Vielfalt und Innovationsfähigkeit der Kultureinrichtungen in unserem Land. Alle hier ausgezeichneten Museen leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben in Niedersachsen und Bremen“, betonte Minister Thümler. „Das Museumsgütesiegel regt die Museen an, ihre Konzepte immer wieder neu zu reflektieren und Änderungsprozesse anzustoßen. Ich bin mir sicher, dass die Besucher die hohe Qualität ihrer Arbeit wahrnehmen und schätzen“, lobt Minister Thümler die qualifizierten Museen.

„Es war uns von Beginn an wichtig, die Museen nicht nur in den Fokus zu rücken und für sie geeignete Instrumente zur Verbesserung ihrer Arbeitsstrukturen und -ergebnisse anzubieten. Vielmehr haben wir bei der Entwicklung des Museumsgütesiegels großen Wert darauf gelegt, die Anforderungen so zu gestalten, dass alle Teilnehmer von dem Gütesiegelprozess profitieren. Aus den unterschiedlichen Ausgangslagen ergeben sich für alle Teilnehmer individuelle Anknüpfungspunkte, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale“, ergänzt Dr. Janssen.

 Die Museen

· Tuchmacher Museum Bramsche
· Overbeck-Museum Bremen-Vegesack
· Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel
· Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal Zellerfeld
· Kunsthalle Emden
· Deutsches Panzermuseum Munster
· Stadtmuseum Nordhorn
· Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven
· Deutsches Sielhafenmuseum in Carolinensiel

nahmen gestern ihre Auszeichnung entgegen und können sich nun die nächsten sieben Jahre, bis 2025, über ihre Qualifizierung freuen. Im Anschluss haben sie die Möglichkeit, den Prozess erneut zu durchlaufen. Viele der bereits ausgezeichneten Museen nehmen dieses Angebot dankend an.

 „Sieben Jahre sind eine lange Zeit, in der sich finanzielle und personelle Rahmenbedingungen, aber auch äußere Einflussfaktoren entscheidend ändern können. Dafür wollen wir ein Instrument mitgeben“, so Rolf Wiese. „Die Museen, die sich ein zweites Mal auf den Weg machen, stellen fest, dass die erneute Qualifizierung für das Gütesiegel nicht eben weniger herausfordernd wird. Es gibt immer wieder neue Chancen und Herausforderungen – oder man schafft es beim zweiten Durchlauf endlich, die Dinge anzugehen, die man immer schon umsetzen wollte, für die aber immer die Gelegenheit fehlte.“

Seit der Initiierung des Projektes 2006 haben bis heute 126 Museen die Qualifizierung erhalten. 39 Museen erhielten die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. Ins Leben gerufen wurde das Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen als ein gemeinsames Projekt des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V.. Die drei Partner setzen sich dafür ein, die Teilnahmebedingungen für die Museen weiter attraktiv zu gestalten und die Anforderungen laufend zu aktualisieren.

 

Die Auslobung des Museumsgütesiegels 2020 findet am 22. März 2019 auf der
Jahrestagung des Museumsverbandes in Celle statt.