Foto: polizei-beratung.de

Wolfsburg (WB/Polizei Wolfsburg) - An Dreistigkeit und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten, ist ein Vorfall, den ein hoch betagtes Ehepaar am späten Montagnachmittag in Wolfsburg erlebte und welcher ihnen einen hohen finanziellen Schaden einbrachte.

Gegen 17.00 Uhr kam eine 81 Jahre alte Wolfsburgerin mit ihrem 90 Jahre alten Ehemann vom Spaziergang nach Hause. Vor ihrem Wohnhaus wurden sie von zwei unbekannten männlichen Personen angesprochen, die sich als Polizisten ausgaben. Die beiden Unbekannten gaben vor, dass man Einbrecher geschnappt habe und nun überprüft werden müsse, ob auch bei ihnen etwas entwendet wurde. Die angeblichen Polizisten hatten um den Hals eine Karte hängen, die sie als Dienstausweis präsentierten.

Das ältere Ehepaar nahm die beiden Fremden mit in ihre Wohnung, wo die beiden angeblichen Polizisten schnell begannen, in verschiedenen Räumen Spuren von Einbrechern zu suchen. Dabei wurden die beiden älteren Herrschaften von einem Täter abgelenkt, während der andere Unbekannte sich weiter in der Wohnung umsah.

Irgendwann verschwanden dann die beiden Unbekannten. Nun wurde die Rentnerin stutzig, sah in ihren Schränken nach und stellte fest, dass ein nicht unerheblicher Geldbetrag verschwunden war. Zur Höhe des Betrages machte die Polizei keine Angaben.

Kriminalpräventions-Experte Horst-Peter Ewert empfiehlt: "Lassen sie sich immer den Dienstausweis aushändigen. Auf der Vorderseite befindet sich der Name, auf der Rückseite ein Foto des Beamten. Sind sie dann noch unsicher, lassen sie sich ein weiteres Dokument zeigen, auf denen der Name und möglicherweise ein Foto zu sehen ist, wie zum Beispiel den Führerschein oder Personalausweis und gleichen sie die beiden Dokumente miteinander ab. Im Zweifelsfall ziehen sie Nachbarn oder Bekannte hinzu und bitten um Hilfe. Lassen sie nie Fremde in ihre Wohnung und rufen sie vorher immer die Polizei, auch über Notruf an.