Volker Höinghaus (Mitte) zeigt Susanne Wiersch, Dr. Franz Jungbluth, Frank Föste und Eberhard Kittler eine Ampelscheibe mit einer Drohne. / Foto: resch

Wolfsburg (WB/resch) -  Bei Rot stehen, bei Grün gehen: Diesen Satz kennt jeder aus Kinderzeiten. Ampeln sind ein nicht mehr wegzudenkendes  Sicherheitssymbol auf unseren Straßen. Dass sie auch Werbeträger, Kulturgut und Zeitdokument sind, wird im Automuseum Volkswagen in Wolfsburg eindrucksvoll belegt.

Die Sonderschau „Grüner wird’s nicht. Ampelmännchen und andere Lichtgestalten.“ zeigt vom 24. Januar bis 28. April 2019, welcher Ideenreichtum in ihnen steckt. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Gütersloh. Der Bielefelder Sammler Frank Föste hat mit seiner Bewahrleidenschaft den Grundstock dazu geliefert. Bei ihm sind (bisher) 160 Ampelmännchen, Ampelweibchen und diverse andere Figuren versammelt, die vielleicht auch noch einer Frischzellenkur unterzogen werden.  Dr. Frank Jungbluth, Leiter des Stadtmuseums Gütersloh und der Techniker Volker Höinghaus ebenfalls vom Stadtmuseum Gütersloh bereiteten die Ampelscheiben auf und machten sie "ausstellungstauglich". Dazu wurden sie auf LED-Technik umgestellt, um den Energieaufwand drastisch zu reduzieren. In Wolfsburg werden die Ampeln vor historischen Schwarz-Weiß-Fotos der Volkswagenstadt gezeigt.

Rund 80 internationale Ampelmännchen und andere Lichtgestalten sind nun im AutoMuseum Volkswagen zu sehen. Der Besucher wird auch schon am Eingang zum Museum - wie könnte es anders sein - mit "Ampelschlag" begrüßt.

Ampel eingang Museum resch

Grünes Licht für eine ganz besondere Ausstellung / Foto: resch

Die grenzenlose Kreativität der Ampelscheiben-Erfinder ist  wirklich grenzenlos.  Figuren wie die Olsen-Bande oder Mary Poppins aber auch die Queen höchstselbst signalisieren, wann die Straße überquert werden darf und wann es heißt: Stopp - bitte warten.Olsenbande resch Das darf man auch ganz wörtlich nehmen, gibt es doch in der Sammlung auch ein Ampel-Objekt, welches sich mit heller Kinderstimme nett und freundlich bedankt, wenn das Ampellicht Beachtung findet.

Das Ampelmännchen selbst entstand in der DDR und hat die politische Wende überlebt.  Die Lichtscheiben dienen in einigen Städten als Werbefaktor – wie beispielsweise das Mainzelmännchen. Es gibt in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz die Straße frei. Sogar der gesellschaftliche Wandel wird abgebildet – in Form eines gleichgeschlechtlichen Paares. Das allerdings sorgte wohl eher für Verwirrung, als das es ungeteilten Beifall erhielt.

Schon 1868 wurde in London die erste Ampelanlage der Welt installiert. Eine visionäre Entscheidung – sollte sie doch bei zunehmendem Verkehr für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Die ersten Fußgängerampeln folgten erst im 20.Jahrhundert. Seitdem werden in vielen Ländern dafür höchst unterschiedliche Figuren und Symbole entworfen und auch akustische Begleitung der Signale ist keine Seltenheit. Einige der Ampelfiguren erreichen mittlerweile Kultstatus.

Das AutoMuseum Volkswagen bietet Führungen inbesondere für Schulklassen nach vorheriger Terminvereinbarung durch die Schau an. Kontakt über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 www.volkswagen-automuseum.de