Wechselverkehrsführung auf der A 39: Mehr und längere Staus – Anstieg aber moderat
Wolfsburg (WB/ADAC) - Die Fahrbahnsanierung zwischen Wolfsburg-Mörse und dem Kreuz Königslutter möglichst ohne größere Behinderungen für die Autofahrer bewältigen – so die Theorie für die Baustelle auf der A 39 im vergangenen Spätsommer und Herbst. Die Idee: eine sogenannte Wechselverkehrsführung.

Erstmalig in Niedersachsen konnte auf diese Weise die Verkehrsführung in der Baustelle zweimal täglich an die sich verändernden Verkehrsmengen und Pendlerströme angepasst werden, morgens mit zwei Fahrspuren in Richtung Volkswagenwerk und nachmittags zurück. Die jeweils andere Richtung lief einspurig. Die Praxis hat gezeigt, dass Staus und Behinderungen keineswegs ausgeblieben sind. Die Alternative, also eine einspurige Verkehrsführung in beiden Richtungen, wäre aber auf jeden Fall die schlechtere Wahl gewesen. Laut ADAC Staubilanz für das Jahr 2018 gab es mehr und längere Staus, der Anstieg war allerdings moderat.

So viel Geduld mussten die Autofahrer rund um Wolfsburg tatsächlich aufbringen:

Der staureichste Abschnitt auf der A39 lag mit insgesamt 807 Kilometern (Vorjahr: 744 Kilometer) zwischen dem Kreuz Wolfsburg/Königslutter und Flechtorf in Richtung Norden. Die Wartezeit betrug hier 168 Stunden (161 Stunden), verzeichnet wurden 421 Staus (383).

An zweiter Position im Stauranking liegt die Strecke zwischen Mörse-Süd und Flechtorf in Richtung Süden. Die Staus summierten sich hier im vergangenen Jahr auf 725 Kilometer. 2017 waren es noch 561 Kilometer. Die Dauer betrug für alle Staus zusammen 206 Stunden (200 Stunden), und gemeldet wurden 448 Staus (391).

Drittplatzierter in der Region ist erneut ein Abschnitt in Richtung Norden, diesmal schon näher am Ziel Wolfsburg. Zwischen Flechtorf und Mörse Süd staute sich der Verkehr auf 495 Kilometern (Vorjahr: 337 Kilometer), insgesamt 151 Stunden lang (117 Stunden). Die Gesamtzahl der Staus betrug 140 (108).