Manfred Hüller, Nora Mühling und OB Klaus Mohrs / Foto: Stadt Wolfsburg

Stadt erhält Folgeförderung vom Bundesministerium
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Von einer Folgeförderung der Initiative "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik" profitiert jetzt die Stadt Wolfsburg als eine der ersten fünf Kommunen in Deutschland. Dank der Bewilligung eines Zuschusses für Personalressourcen kann das entwicklungspolitische Engagement der Stadt für weitere zwei Jahre vertieft werden. Die Förderung erfolgt durch die Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Als eine von insgesamt inzwischen 66 Koordinatoren in Kommunen, kommunalen Verbände und kommunalen Unternehmen, ist Nora Mühling bis Ende 2020 im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen im Einsatz. "Die hohe Resonanz innerhalb der Initiative ist darauf zurückzuführen, dass Kommunen, wie Wolfsburg, zwar zunehmend als Akteure in der Entwicklungspolitik gefordert werden, dies aber mit den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen nicht zusätzlich leisten können. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass uns die Folgeförderung gewährt wurde", erklärt Referatsleiter Manfred Hüller.

Als Kommunale Entwicklungspolitik werden Maßnahmen der Kommunalverwaltung und -politik verstanden, die sowohl die nachhaltige Entwicklung vor Ort als auch in Entwicklungsländern fördern. Wichtig ist dabei, dass erst die spezifische Kombination von Inlands- und Auslandsarbeit die kommunale Entwicklungspolitik wirksam werden lässt.
Neben der Initiierung des halbjährlich stattfindenden "Forums Entwicklungszusammenarbeit" für entwicklungspolitisch interessierte und aktiv Akteure aus Wolfsburg und der erfolgreichen Ausgestaltung der "Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft" mit der Freundschaftsstadt Sarajevo, konnten während der Erstförderung (2017/18) unter anderem die Kontakte in die tunesische Freundschaftsstadt Jendouba sowie nach Südafrika intensiviert werden.

Während der Folgeförderung wird der Schwerpunkt nun auf projektbasierten Entwicklungspartnerschaften in Tunesien und Südafrika liegen, deren Umsetzung vor allem in Form von Fachaustauschen ermöglicht werden kann. Ergänzt werden die Vorhaben durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen sowie Vernetzungsformate zur Förderung des entwicklungspolitischen Engagements vor Ort.

"Es ist sehr beeindruckend, was innerhalb der Initiative bereits umgesetzt werden konnte und wie vielfältig das Engagement in Wolfsburg ist", resümiert Nora Mühling. "Wir profitieren inzwischen von einem sehr wertvollen Netzwerk, das sich während der ersten zwei Jahre sowohl hier in Wolfsburg als auch mit den anderen Koordinatoren, Projektpartnern und in Zusammenarbeit mit Engagement Global entwickelt hat. Im Rahmen der Folgeförderung werden wir dieses Potential nutzen und streben weitere Beiträge zur Stärkung des lokalen Verantwortungsbewusstseins für globale Entwicklungen an."

Damit handelt die Stadt zugleich im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Weitergehende Informationen zu dem Thema sind im Internet zu finden unter www.wolfsburg.de/entwicklungspolitik.