Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg/Peking. (WB/resch) - VW-Chef Herbert Diess  hat große Pläne, in denen soll China zukünftig eine viel wichtigere und größere Rolle für den deutschen Autokonzern spielen.
In diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache zu sehen, dass Herbert Diess zusätzlich das Amt des Konzernvorstands für China übernimmt. Am Montag sprach der VW-Chef in Peking mit Journalisten.

Peking ist bekannt für seine schlechte Luft. Einen wesentlichen Anteil an diesem Zustand trägt der Straßenverkehr. Die Regierung in Peking drängt deshalb darauf, dass möglichst schnell viele neue Elektroautos auf die Straßen kommen. Rund eine Million Hybridfahrzeuge und rein elektrisch betriebene Autos sind allein im vergangenen Jahr in China neu zugelassen worden.
Es gibt erste Erfolge im Kampf für saubere Luft.und die Volksrepublik nimmt den Umweltschutz im eigenen Land inzwischen sehr ernst. Diese Feststellung traf auch Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess am Montag auf einer Pressekonferenz in der chinesischen Hauptstadt. Das Handelsblatt zitiert Ihn gestern: „Es war das erste Mal, dass ich Peking schon aus 200 Kilometer Entfernung sehen konnte“.
Weiter sagte Diess am Montag vor Journalisten in Peking: "Die Zukunft von Volkswagen wird sich auf dem chinesischen Markt entscheiden".
Es gebe derzeit enorme Veränderungen auf dem größten Automarkt der Welt. Das sei auch der Grund, weswegen China Chefsache ist.
Internationale Autobauer hätten in der Vergangenheit ihre Technologie von außen auf den chinesischen Markt gebracht. Jetzt jedoch spiele sich Innovation zunehmend direkt in China ab. E-Mobilität und auch selbstfahrende Autos sind im Reich der Mitte weit entwickelt. Die Strategie des Autobauers Volkswagen müsse anpasst werden. Forschung werde in der Zukunft direkt in China betrieben.

Die Verkaufszahlen auf dem chinesischen Automarkt kannten bisher nur eine Richtung: mit Vehemenz nach oben! Diese Entwicklung ist im vergangenen Jahr erstmals gedämpft. Das allerdings auf einem enorm hohen Niveau von rund 24 Millionen neu zugelassenen Autos. Experten sind sich einig, dass es schwerer wird – nicht nur auf dem chinesischen Automarkt. Volkswagen ist schon lange in China präsent, man kennt die Marktmechanismen. Die IT Branche ist in China gut entwickelt und es wird ein Wandlung des Automarktes geben, denn auch bei den Fahrzeugen wird die Rolle der Software immer größer und weitreichender. Auch vor diesem Hintergrund  will Volkswagen mehr Kapazitäten für Forschung und Entwicklung in China aufbauen.
Zukünftig wolle man “zusammen mit chinesischen Unternehmen Autotechnik für den weltweiten Markt entwickeln“, so Diess. China bekomme damit eine wachsende Bedeutung innerhalb des gesamten Konzerns. Wichtige Neuentwicklungen könnten so aus China kommen – und würden zuerst in chinesischen Modellen getestet.

Die chinesische Führung will das Land zu einem „internationalen Kraftzentrum der Autoindustrie“ entwickeln. Damit schafft man Planungssicherheit für ein Unternehmen wie Volkswagen. Zusammen mit den chinesischen Partnern hatte Volkswagen Im vergangenen Jahr in China zwei neue Werke für Elektroautos in Betrieb genommen. 2019 sollen nun hybride Geländewagen (SUV) und kleinere rein batteriegetriebene Elektroautos auf den Markt kommen. Die Zukunft wird zeigen in welche Richtung sich die Märkte entwickeln. Volkswagen will auf alle Fälle gut dabei sein.