Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt / Foto: Agentur für Arbeit Helmstedt

Helmstedt/Wolfsburg  (WB/Agentur für Arbeit Helmstedt) - Im Dezember sank die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt um 4 Personen (0,0 Prozent) auf 9.584. Im Vergleich zum Dezember 2017 waren es 867 bzw. 8,3 Prozent weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 % und damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.


„Die Zahl der Arbeitslosen blieb im Gesamtbezirk zum Jahresende nahezu unverändert. In den einzelnen Gebieten sah es unterschiedlich aus, wohingegen die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Helmstedt und der Stadt Wolfsburg leicht stieg, sank sie im Landkreis Gifhorn. Der moderate Winter sowie auch der Wunsch der Betriebe, die Fachkräfte in den Unternehmen zu halten, sorgten dafür, dass die Außenberufe noch nicht im gewohnten Umfang witterungsbedingt entlassen haben. Im Januar rechnen wir aber mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. “ erläutert Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt und blickt auf das Jahr 2018 zurück: „Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 619 Menschen beziehungsweise 5,6 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Jahr 2017. Gleichzeitig gab es mehr Beschäftigte. Einen Jobzuwachs verzeichneten wir vor allem in den Bereichen Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Heime und Sozialwesen, wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen sowie Erziehung und Unterricht. Einen Rückgang der Beschäftigung gab es in der Arbeitnehmerüberlassung. Dieser Rückgang wurde jedoch durch den Zuwachs in den anderen Branchen kompensiert. Wir gehen weiterhin von einer guten konjunkturellen Entwicklung aus, wenngleich diese auch etwas an Tempo verlieren wird. Auch die Entwicklung in den konjunkturell unabhängigen Branchen, wie den Dienstleistungs-, Sozial- sowie Erziehungsberufen wird weiterhin positiv verlaufen. Daher rechnen wir mit einem weiteren geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit in 2019 sowie einem Zuwachs in der Beschäftigung. Das bestehende Problem, das auch das Jahr 2019 bestimmen wird, ist der Fachkräftemangel. Einen gravierenden Mangel haben wir in den Gesundheits- und Pflegeberufen, in einzelnen technischen Berufen, wie bei der Energietechnik oder der Klempnerei sowie in einigen Handwerks- und Bauberufen. Die zentrale Herausforderung aller Akteure am Arbeitsmarkt muss es sein, niemanden beim Übergang von der Schule in den Beruf zu verlieren und alle vorhandenen Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen.“
Die Unterbeschäftigung*, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Qualifizierungen oder anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen, lag im Dezember insgesamt bei 12.535 Personen, das waren 837 oder 6,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es entspricht einer Quote von 5,8 %.
Wer Arbeit sucht, trifft weiterhin auf ein hohes Niveau an offenen Stellen. Der Arbeitsagentur und den angeschlossenen Jobcentern waren im Dezember 3.490 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren 259 oder 8 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Der Stellenzugang lag in diesem Jahr insgesamt mit 9.691 Vakanzen, 205 Stellen bzw. 2,2 % über dem Vorjahreszeitraum.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt und der kreisfreien Stadt Wolfsburg
In den Landkreisen Helmstedt sowie in der Stadt Wolfsburg stieg die Zahl der Arbeitslosen. Im Landkreis Gifhorn sank sie.
Im Landkreis Helmstedt waren im Dezember 2.849 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 11 bzw. 0,4 % mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 %. Im Vorjahresmonat lag sie bei 6,5 %.
Im Landkreis Gifhorn waren im zurückliegenden Monat 3.766 Menschen arbeitslos, 82 bzw. 2,1 % weniger als im November. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 4,0 % und liegt damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.
2.969 Menschen waren im Dezember in der Stadt Wolfsburg arbeitslos, 67 bzw. 2,3 % mehr als im November. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 % und damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

* Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.