Wolfsburg (WB/ÖDP WOB) - In vielen Kommunen ist es umgesetzt, in Wolfsburg immer noch heiß diskutiert - Gastspielverbot für Zirkusse mit Wildtieren im Programm. Alle Jahre wieder gastieren auch in unserer Region die Weihnachtszirkusse.

Ein Verbot gibt es noch nicht, die ÖDP sieht jetzt einen Weg die Gastspiele von Wildtieren in Zirkussen zu erschweren. „Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach“ meint Michel von der ÖDP „wir fordern eine konsequente Umsetzung des Plakatierverbotes in Wolfsburg“. Gemeint ist damit eine Regelung, die ein Befestigen von Werbeplakaten z.B. an Laternen generell verbietet. Ausnahmen gelten nur rund um Wahlen für die Politik. Nun darf zwar jeder Zirkus mit Wildtieren in Wolfsburg gastieren, aber Werbung machen dürften Sie nicht. Die Stadt Wolfsburg hat darüber bisher großzügig hinweg gesehen.

Die Stadt Wolfsburg beantwortet Michels Anfrage sofort: „Das Plakatieren im öffentlichen Verkehrsraum stellt eine unerlaubte Sondernutzung dar. Festgestelltes ordnungswidriges Verhalten wird durch das Ordnungsamt verfolgt. Die Angelegenheit ist hier bereits bekannt. Entsprechende Maßnahmen sind eingeleitet.“ Ähnlich sieht Michel und die Stadt Wolfsburg die Situation beim Betteln mit Tieren in Fussgängerzonen. Jedoch kann die Stadt dabei nicht vorgehen, da die Genehmigungen vom Sitz der Tierbesitzer erteilt werden.

Michel kämpft weiterhin gegen Schausteller mit Tieren. Er glaubt dass sich dies in naher Zukunft in Behörden und den Köpfen der Zirkusbesucher durchsetzen wird. „Für jetzt vielleicht zu spät. Dennoch sehen wir darin eine Möglichkeit Schaustellern mit Tieren die Gastspiele zu erschweren. Dies werden wir zukünftig penetrant verfolgen“ zeigt sich Michel zufrieden. Eine Anfrage von Michel an den Wolfsburger Weihnachtszirkus im Vorfeld, mit welchen und wie vielen Tieren der Zirkus in Wolfsburg gastiert, blieb unbeantwortet.