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Undurchdachte Pfosten-Absperrung im Hopfengarten führt zu neuen Problemen:
Bürgerinitiative „Verkehr im Marggrafviertel“ fordert
sofortige Korrektur der fehlerhaft gesetzten Verkehrsbarrieren
Wolfsburg (WB/nach Informationen von Mathias Dembski und der Stadt Wolfsburg) - „Da hatten wir uns als AnwohnerInnen über eine schnelle Umsetzung der längst überfälligen Trennung von Wohn- und Gewerbeverkehr im Marggrafviertel gefreut – und jetzt das!

Wir sind entsetzt über die absprachewidrige und völlig undurchdachte Aufstellung der Sperr-Poller und Absperrbarrieren in der Straße Hopfengarten“, erklärt Matthias Dembski für die Bürgerinitiative „Verkehr im Marggrafviertel“. „Das muss umgehend, noch vor Weihnachten korrigiert werden. Die jetzige Platzierung der Verkehrsbarrieren schafft gravierende neue Probleme und darf keinesfalls so bleiben. Wir fühlen uns getäuscht und laden die Verantwortlichen der Stadt Wolfsburg daher zu einem öffentlichen Pressetermin vor Ort heute am Freitag, 21. Dezember 2018, 14.Uhr in den Hopfengarten im Bereich der Hausnummer 20 (vor den Sperrpollern) ein.


Zum Hintergrund:
Die Bürgerinitiative hatte sich vorab bei der Stadt Wolfsburg informieren wollen, wie die Sperrpoller (von Absperr-Barriereschildern, wie sie jetzt auch noch aufgestellt wurden, war nie die Rede und diese waren auch in der Skizze nicht eingezeichnet, die wir über den Ortsrat bekommen haben) gesetzt werden sollten. Wir haben ausdrücklich darum gebeten, dass die Platzierung in enger Abstimmung insbesondere mit den direkt betroffenen AnwohnerInnen erfolgt.
Per Mail hatte uns die Stadtverwaltung Wolfsburg (Tiefbauamt) am 6. Dezember bestätigt, dass sich die „Festlegung des detaillierten Standortes der Poller“ (von mehr war nicht die Rede!) „derzeit (6.12., md) noch in der Bearbeitung befindet“.
Danach haben wir nichts mehr von der Stadtverwaltung gehört, obwohl der Geschäftsbereich Straßenbau und Projektkoordination, Oliver Iversen, alle betroffenen Stellen der Stadtverwaltung informiert hatte, dass wir als Bürgerinitiative dringend um detaillierte Informationen und eine enge Abstimmung gebeten haben.
Stattdessen hat die Stadt Wolfsburg in einer Hauruck-Aktion am vergangenen Mittwoch, 19. Dezember 2018, Pfosten und andere Barrieren in einer großen Anzahl an völlig falschen, verkehrlich kontraproduktiven Positionen aufgestellt. (Fotos und Skizzen, vgl. S.2-3)
Jetzt führt die so hergestellte Sackgassen-Situation bereits nach kurzer Zeit zum nächsten Verkehrschaos: Es gibt keinerlei Wendemöglichkeit, eine Ausschilderung an der Ecke Hopfengarten/Rübenkamp, Fahrzeuge wenden unter dem privaten Carport auf dem Grundstück der Hausnr. 20, weil sie sie sonst aus der engen Sackgassensituation (in die sie offenbar aufgrund unzureichender Beschilderung geraten) nicht mehr herauskommen – rückwärts auszufahren trauen sie sich nicht bzw. das ist auch wirklich fahrtechnisch aufgrund der Streckenlänge bis zur Ecke Rübenkamp schwierig.

LuftaufnSo hat die Stadtverwaltung Wolfsburg
die Platzierung in der Ortsrats-
Vorlage skizziert

kein vw Vertriebszentrum Das war die Detailskizze mit den Forderungen der Bürgerinitiative „Verkehr im Marggrafviertel“, 

die allen bei der Stadt Wolfsburg Beteiligten 
seit dem 2. Dezember 2018 vorlag.


Das hat die Stadt Wolfsburg am 19.12.2018 aufgestellt
• Unnötige Sperrung der
zur Hausnr. 20 gegenüberliegenden

P1110702gepflasterten Parkfläche
• Dadurch keine Möglichkeit
für die Anwohner, problemlos
und sicher aus Ihrer
Einfahrt (Carport) herauszukommen
bzw. dort einzufahren
• Dadurch Fehlender Wendeplatz
• Ergebnis: Keine Wendemöglichkeit
in einer verengten
Sackgassensituation, irrtümlich
einfahrende Pkw
wenden in der privaten
Hauseinfahrt unter dem Carport,
P1110703weil sie nicht rückwärts
aus der engen Sackgasse
ausfahren können/ wollen
und über den Gehweg bzw.
unter dem privaten Carportn
wenden müssen.
P1110705• Unnötige Reduktion der

gepflasterten Parkfläche,
von den vorhandenen zwei
Plätzen hätten einer als
schraffiert gekennzeichneter
Wendeplatz und der andere
weiter als Parkplatz genutzt
werden können
• Außerdem muss umgehend
an der Ecke Rübenkamp/
Hopfengarten eine
deutlich sichtbare Sackgeassen-
Beschilderung mit
dem Zusatz „Keine Wendemöglichkeit – Zufahrt nur für Anwohner“, temporär verbunden mit Leucht-Warnbarken o.Ä. erfolgen. 

Die Stadt reagiert auf die Anmerkungen der Bürgerinitiative vom 20.12. und wird noch heute die im Dezember im Hopfengarten gesetzten Poller erstmal temporär entfernen. Nach den Weihnachtsferien wird die Stadt die Angelegenheit mit den unmittelbar Betroffenen vor Ort erneut besprechen.

Auf die zusätzliche Belastung des Wohngebietes im Marggrafviertel durch gewerblichen Verkehr und auf mehrfachen Wunsch der Anwohne reagierte die Stadt mit Pollern und sperrt im Dezember die Durchfahrt Hopfengarten im Stadtteil Fallersleben. 

Verkehrsmessungen im Marggrafviertel hatten ergeben, dass gerade zu Zeiten hoher Verkehrsdichte, ein Großteil des Verkehrs mit dem Ziel eingeschränktes Gewerbegebiet über den Hopfengarten einfährt. Auch haben sich Abkürzungsverkehre über die Verbindung Ladestraße – Hopfengarten etabliert, da so der Knotenpunkt Hinterm Hagen – Mozartstraße umfahren werden kann. Um die Verkehrsbelastung für die Wohnnebenstraße im Marggrafviertel zu verringern und die Sicherheit zu erhöhen, wurde die Verbindung Hopfengarten – Ladestraße durch Sperrpfosten für den Individualverkehr abgesperrt. Die klappbaren Pfosten ermöglichen der Feuerwehr und anderen Einsatzkräften die Durchfahrt.