Günstiger ins EU-Ausland telefonieren / Foto: resch

Europäisches Parlament stimmt für neue Regeln
Brüssel (WB/David McAllister MdEP) - Nachdem die Roaminggebühren von Mobiltelefongesprächen aus dem Ausland nach Hause bereits im Sommer 2017 abgeschafft wurden, hat das Europäische Parlament nun eine weitere wichtige Weiche für einen einheitlichen europäischen Telekommunikationsmarkt gestellt.

Ab nächstem Jahr sollen auch für Gespräche ins europäische Ausland einheitliche Bedingungen gelten.

Die Tochter beim Erasmus-Aufenthalt im Spanien anrufen, dem alten Freund vom Schulaustausch in Frankreich eine SMS schicken, dem finnischen Geschäftspartner persönlich zum Geburtstag gratulieren – fortan gelten für Telefongespräche und Kurznachrichten ins Ausland EU-weit einheitliche Preisgrenzen. Am heutigen Mittwoch verabschiedete das Europäische Parlament in Straßburg mit großer Mehrheit hierzu das Europäische Telekommunikationsgesetz (European Electronic Communications Code). "Dies ist ein weiterer Schritt, um den europäischen Digitalen Binnenmarkt voranzubringen. Hier profitiert jeder Bürger spürbar von den Vorteilen durch die Europäische Union“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament, David McAllister (CDU).

 Ab dem 15. Mai 2019 liegen die Höchstpreise für alle Anrufe aus Fest- und Mobilnetz bei 19 Cent pro Minute und pro SMS bei 6 Cent.