Kooperationsprojekt Marktplatz Rabenberg / Foto: Stadt Wolfsburg

Das Forum „Städtebau | Zukunft | Ausbildung“ des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen eröffnet eine öffentliche Debatte zum Städtebau
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Wie soll die Ausbildung der Zukunft im Städtebau aussehen? Wie kann die Attraktivität des Fachs für den Nachwuchs verbessert werden? Wie schaffen wir es, engagierten Nachwuchs in der Stadtplanung für die Arbeit in den Kommunen zu begeistern? Bilden wir genügend Stadtplaner für Niedersachsen aus? Muss die Arbeit in den Kommunen vielleicht attraktiver werden?

Das Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover und der Stadt Wolfsburg am Marktplatz Rabenberg, das in 2018 durchgeführt wurde, ist jetzt unter anderem Thema beim 18. Forum des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen e.V. Das 18. Forum mit dem Thema "Städtebau | Zukunft | Ausbildung", das am 8. November 2018 von 9:30 bis 17 Uhr, an der Leibniz Universität Hannover, Fakultät für Architektur und Landschaft, Herrenhäuser Straße 8, stattfinden wird, soll das Thema Städtebau neu für Niedersachsen positionieren. Mit dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies diskutieren dazu Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, des Landes, der Architektenkammer und des Netzwerks Baukultur in Niedersachsen e.V., aus Lehre und Forschung im Städtebau und in einem Projektaufruf ausgewählte Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen. Die öffentliche Veranstaltung ist kostenfrei.

Unmittelbarer Anlass für diese Fragestellung ist eine Kommunalumfrage des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen e.V., in der als ein aktuell wichtiges Thema in den Kommunen der fehlende Nachwuchs für die Stadtplanung genannt wurde. Ohne diese Steuerungs- und Querschnittskompetenz lassen sich Ziele im Wohnungsbau, der Energieeffizienz, Klimawandel, städtebaulichen Infrastrukturen, öffentlichem Raum kaum erreichen. Dieses Thema ist deutschlandweit von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) adressiert worden: von 2005 bis 2016 wurde das Personal der Kommunen in Planungs- und Bauverwaltungen um 10% verringert, während das kommunale Gesamtpersonal leicht zunahm – die Aufgaben der Planungs- und Bauverwaltungen allerdings sind aktuell von hoher und zunehmender Priorität. Dies betrifft neben Großstädten in besonderem Maß Mittel- und Kleinstädte, die eine wichtige Rolle für die Entwicklung in Niedersachsen spielen. Ganz dringend brauchen wir junge Menschen, die erkennen, wie viel man auf kommunaler Ebene für unsere Städte und Gemeinden erreichen kann.

Anmeldung und Tagungsunterlagen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und www.baukultur-niedersachsen.de