Schützenfest in Hannover / Foto: Florian Arp

1,1 Million BesucherInnnen auf dem Fest bis Sonntagabend erwartet, Steigerung gegenüber Vorjahr
Hannover (WB/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Oberbürgermeister) - Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stefan Schostok, Schützenpräsident Paul-Eric Stolle und Ralf Sonnenberg, Leiter des städtischen Eventmanagements zogen zusammen mit Schaustellern, Gastronomen und Einsatzkräften ein positives Resümee über die vergangenen zehn Festtage des 489. Schützenfestes in Hannover.

„Daumen hoch - das diesjährige Schützenfestes war ein voller Erfolg. Wetter, Stimmung und Konzept – alles zusammen ging voll auf. Die Begeisterung war überall zu spüren. Ich habe den Eindruck, Schützenfest ist ‚angesagt’, Schützenfest ist ‚hip‘, denn es waren besonders auch viele junge Menschen hier, die das Angebot an besonderen Aktionen, Veranstaltungen und
Fahrgeschäften überzeugt hat. Wir rechnen daher mit 1,1 Mio. BesucherInnen bis Sonntagabend zum Abschluss des Festes, 100.000 mehr als im Vorjahr. Besonders freut mich, dass wir ein schönes, friedliches Fest feiern konnten und die Sicherheitsmaßnahmen beim Schützenausmarsch und dem Schützenfest sehr gut angenommen wurden und viel Verständnis gefunden haben.
Ein herzliches Dankeschön an Polizei, Feuerwehr, DRK und alle HelferInnen und Helfer für die gute Zusammenarbeit, so dass dieses 489. Schützenfest im wahrsten Sinne des Wortes ‚sonnig‘ in Erinnerung bleibt “, fasste Oberbürgermeister Stefan Schostok seine Eindrücke zusammen.

Bilanz der Veranstalter
Schützenpräsident Paul-Eric Stolle zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: „Ein wunderbarer Schützenausmarsch, ‚Sonne satt‘ die ganzen zehn Tage, der Wettergott meinte es dank Hoch Ekkehard und Hoch Falk wahrlich gut mit uns - es war eine runde Sache. Apropos rund: Ich freue mich, dass das neue Konzept des Rundteils als vierteiliger Veranstaltungsbereich so gut angenommen wurde.
Veranstaltungen wie der Tag der niedersächsischen Schützenvereine, zu dem 90 Vereine mit 1.800 Mitgliedern kamen, stärken die Präsenz der Schützen auf den Platz und zeigen das Niedersachsen ein ‚Schützenland‘ ist. Insgesamt ein rundum gelungenes Fest – und eine tolle Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover im zweiten Jahr. Es geht alles in die richtige Richtung. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr“.
Ralf Sonnenberg, Leiter Eventmanagement der Landeshauptstadt Hannover: „Wir sind auf dem richtigen Weg. In den vergangenen Tagen haben wir erleben dürfen, dass das Schützenfest im Großen und Kleinen, bei den nahen emotionalen Momenten wieder einen stärkeren Platz in Hannover einnimmt. Wir konnten dies sehr gut in den sozialen Netzwerken in den letzten Tagen beobachten.
Jedoch glaube ich, dass die Neuausrichtung des Schützenfestes mehrere Jahre benötigt. Im nächsten Jahr wird das Thema Sponsoring und die Einbindung hannoverscher Firmen neben zahlreichen anderen Aufgaben im Mittelpunkt stehen.“

Bilanz der Einsatzkräfte
Auch aus polizeilicher Sicht sei das diesjährige Schützenfest bislang friedlich und ruhig verlaufen. Die gesteigerte Polizeipräsenz wirke sich offenbar auch positiv auf die Zahl der Straftaten auf dem Schützenplatz aus. Die Delikte seien in der Tendenz rückläufig im Vergleich zum Vorjahr, wie die Polizei bereits öffentlich mitteilte.

Bilanz des DRK
Das DRK blickt ebenfalls auf einen ruhigen Verlauf des Schützenfestes zurück. 371 Versorgungen und 42 Transporte ins Krankenhaus bilanzierte DRK-Gesamteinsatzleiter
Florian Peters.

Schausteller und Gastronomievertreter
Die Schausteller und Gastronomievertreter zogen ebenfalls eine positive Bilanz. „Die gute und enge Zusammenarbeit mit Stadt und Schützen trägt Früchte. Der Platz war gut
gefüllt und die Kollegen zufrieden. Das freut uns nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht. Denn wir sind auch Hannoveraner und lieben dieses Fest wie diese Stadt“, freute sich Kevin Kratzsch, 2. Vorsitzender des niedersächsischen Schaustellverbandes.

Spenden für den guten Zweck
Die vier amtierenden Bruchmeister David Rosenbaum, Julian Rödiger, Sascha Heering, Tim Küker hatten nicht nur viele repräsentative Pflichten, sie sammelten auch für einen guten Zweck. Die Bruchmeisteraktion am Kröpcke in Hannovers Innenstadt brachte 7.400 Euro, die dem Aegidius-Haus Auf der Bult (Kurzpflegeeinrichtung für schwerbehinderte und schwerkranke Kinder und Jugendliche) übergeben wurden.
Auch das Collegium der ehemaligen Bruchmeister sammelte Spenden im Rahmen des Papagoyen-Schießens am 4. Juli. Insgesamt kamen 1.275 Euro zusammen, die dem Lernschulwagen für Schaustellerkinder zugute kommen.

Eckdaten zum Schützenfest Hannover:
Das Schützenfest Hannover auf dem rund zehn Hektar großen Schützenplatz in Hannover gilt als das größte Schützenfest der Welt. Die Tradition reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Veranstaltungsfläche, die Zahl der Großfahrgeschäfte und die Zahl der Festzelte sind bisher von keinem Schützenfest weltweit überboten worden.
Etwa 240 Schausteller begeistern ihre BesucherInnen jedes Jahr mit Neuheiten bei den High-Tech Fahrgeschäften, Karussells, Geisterbahnen, Losbuden und vielen weiteren Attraktionen. Hannover hat mit 65 Schützenvereinen und -gesellschaften eine große fachliche Vereinsdichte und trägt seit den 1950er Jahren den offiziellen Ehrentitel "Deutsche Schützenstadt". Der Schützenausmarsch ist mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus dem In- und Ausland, mit 35 Festwagen und Kutschen der umfangreichste Schützenausmarsch der Welt. Er bildet nicht nur den
Höhepunkt der zehntägigen Festveranstaltungen, sondern verwandelt die Leinemetropole auch in eine pulsierende internationale Begegnungsstätte.