Tim-Oliver und Marcel Engelmann-Gründer des Startups MENUX GmbH, freuten sich über das positive Feedback und den Wunsch nach einer baldigen Wiederholung. / Foto: Engelmann

Wolfenbüttel (WB/Tim-Oliver Engelmann) - Auch bei schönem Wetter kamen zur dritten Auflage des „Four Hour Venture“ Hackathon wieder viele Studenten mit innovativen Ideen zusammen.

„Wir freuen uns sehr, ein junges innovatives Event von und für Studenten in Wolfenbüttel halten zu können“, eröffnete Marcel und Tim-Oliver zum mittlerweile dritten Mal am Dienstag den selbst kreierten Hackathon „Four Hour Venture“ und kommentierten die positive Entwicklung. „Unser Startup und unser Hackathon sind hier entstanden – das ist unsere Art auch was zurückzugeben.“ Ziel eines Hackathons ist es im allgemeinen, innerhalb der Dauer dieser Veranstaltung gemeinsam nützliche, kreative oder unterhaltsame Softwareprodukte herzustellen.

Marcel und Tim-Oliver Engelmann veranstalteten, in Kooperation mit dem Entrepreneurship Center von Professor Asghari (Ostfalia), dem Microsoft Student Partner-Programm und mit Unterstützung des Next-Digital-Leader-Programms der Unternehmensberatung PwC den 4-Stunden-Hackathon „Four Hour Venture“ an der Hochschule Ostfalia in Wolfenbüttel. Warum es dabei geht? Das Four Hour Venture ist ein kostenloses Event, in Anlehnung an „von Studenten-für Studenten“, um internet- oder informationsbasierte Geschäftsmodelle schnell auszuprobieren und erste kleine Prototypen gemeinsam zu entwerfen und sich auszutauschen. Das Event ist zwanglos und da es anregt „Out-of-the-Box“ zu denken, bildeten sich schnell vier vielversprechende Teams. Die Teams waren sehr interdisziplinär aufgestellt – von Maschinenbau, über Informatik bis zu BWL waren viele verschiedene Studiengänge und entsprechende Vorkenntnisse vertreten. Die Bewertung und Feststellung der überzeugendsten Idee des Abends erfolgt demokratisch durch Abgabe einer Stimme (bzw. eines Punktes) durch jeden Teilnehmer an einem Whiteboard.

Das motivierte Team rund um das Projekt „G! Table“ hatte sich dem modernen Bau eines Küchentisches mit cleveren Funktionen verschrieben. Mit großer Leidenschaft integrierten sie ein großes Display über die gesamte Tischplatte. Im Vortrag wurde dies deutlich „Wir schaffen eine interaktive Fläche für Spiele, Spaß und Gemeinschaft. Gestengesteuert und das Design ist absolut individuell auf den Kunden ausgerichtet.“ so die Kernaussage in der Präsentation. Die Funktionen reichen von Spielen wie z.B. Monopoly, Vier gewinnt, oder Mühle, aber auch moderne Strategiespiele und Aktionspiele wie z.B. Angry Birds. Außerdem dient der moderne smarte Tisch der Lernförderung z.B. Sprachen, Lesen und Schreiben können dem Nachwuchs vermittelt werden, ebenso wie Kreativitätsförderung durch spezielle Malprogramme und Geschicklichkeitsspiele. Um einen möglichst hohen Jugendschutz zu gewährleisten und den Besitzern (z.B. Eltern) eine möglichst große Kontrolle und Sicherheit zu geben, sind die Profile auf runden Metallplättchen, dem „Funpad“, der jeweiligen Nutzer hinterlegt. Jeder Nutzer hat genau ein Metallplättchen auf dem alle seine Daten hinterlegt sind. Dieses fungiert wie ein Art Schlüssel, um Inhalte zu sperren oder freizuschalten. „Funpad“ wird in dem Tisch aufbewahrt und wird zu Benutzen auf die Oberfläche des Tisches erkannt.

Eine weitere spannende Idee kam aus dem Projekt „Plunautic“. Dabei handelte es sich um den Bereich Seefahrt und privater Schiff-Service. Genauer ist die Basis eine digitale Twin-Plattform für private Schiffe und Yachten, um Daten zu hinterlegen und zu speichern. „Der Markt an Schiffen ist unübersichtlich“ laut der Aussage des Teams. „Gebrachte Schiffe zu kaufen, kann ein Risiko sein. Dieses Risiko gilt es zu eliminieren oder wenigstens zu reduzieren.“ so das Team weiter in ihrer lebhaften Präsentation. Die Lösung ist eine Idee, eine Blackbox mit Sensorik an das Schiff anzubringen und u.a. die hydrostatische Spannung des Wassers dauerhaft zu messen uns aufzuzeichnen. Je salziger das Wasser, in dem sich das Schiff bewegt hat, desto hoher ist die hydrostatische Spannung und damit die Reibung, was wiederum im allgemeine einen höheren Verschleiß bedeutet. Diese Abnutzen wird neben Wartungsdaten gemessen und über die gesamte Lebensdauer, wie ein Scheckheft, elektronisch gespeichert und ist durch eine App abrufbar. Diese Plattform sorgt für Sicherheit und Transparenz. Klingt spannend? Und das in einem Markt mit einem 240% Marktzuwachs über die letzten 5 Jahre. Ein Geschäftsmodell welches durchaus funktionieren könnte.

Am Ende der Präsentationen wurde die Ideenkonzepte hinter der „Lern-App“, gleichrangig mit der „Work and Travel Plattform“ zu den überzeugendsten Ergebnissen des vierstündigen Events gewählt.

Den Anfang der Siegerplätze machte ein Team, welches sich eine innovative Lern-App überlegt hatte. Wohlgemerkt in nur vier Stunden. Diese Lern-App soll beim Übersetzen wertvolle Tipps und intuitiv Vorschläge mittels KI (künstlicher Intelligenz) liefern; und darüber hinaus helfen, eine fremde Sprache möglichst schnell und sicher, in den Grundzügen, zu lernen.

Drauf folgte gleich noch ein hochmotiviertes Team dass alle anwesenden mit einer pfiffigen „Work and Travel Plattform“ überraschte und deshalb ebenfalls auf den 1. Platz gewählt wurde. Perfekt zugeschnitten für den europäischen Markt – daher auch, so das Team in der Präsentation einstimmig, der griffige Name „ Explore Europe“ für das App-Projekt. Dieses Projekt gliederte sich in drei Bereiche, aus denen letzten Ende auch die Amortisation erwachsen soll. Zum einen die Vermittlung der Unterkunft, die Erstellung der Reise und Zusatzdienstleistung für die diese Geschäftsidee Provisionen vom jeweilige Anbieter einstreicht. Im Fokus steht dabei immer das Kundenbedürfnis. Eine schnelle Buchung mit allen Extras, die dann aber viel kostet, oder eine günstige Buchung, ohne Schnickschnack? Alles wäre in diesem Modell innerhalb der Plattform möglich.

Am Schluss der Veranstaltung bedankten sich Marcel und Tim-Oliver Engelmann für die Unterstützung durch das Microsoft Student Partner-Programm, die Bereitstellung der Räumlichkeiten durch das Entrepreneurship Center und die Versorgung mit Give-Aways durch die Unternehmensberatung PwC.

Tim-Oliver und Marcel Engelmann, die beide erfolgreiche Gründer des Startups MENUX GmbH sind, freuten sich über das positive Feedback und den Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer baldigen Wiederholung. Da das „Four Hour Venture“ weiterhin zu einer festen Größe im Startup-Kalender der Region werden soll, wurde als nächster Termin der Monat Oktober vorab verkündet – ein genaues Datum wird für alle Interessierten unter www. 4hourventure.de bekanntgegeben.