SPD-Ratsfrau und Mitglied im Ortsrat Vorsfelde, Kerstin Struth / Foto: SPD

Vorsfelde (WB/SPD-Fraktion) - Die Wellen in Sachen Heidgarten schlagen hoch: Hier sollen 130 neue Wohnungen entstehen, da die Wohnblöcke um ein zusätzliches Stockwerk aufgestockt werden sollen. Einige Mieter befürchten im Zuge dessen Mieterhöhungen.

„Hier werden viele Halbwahrheiten verbreitet, die sich im Schneeballeffekt am Ende zu einer Lawineausbreiten“, weiß SPD-Ratsfrau und Mitglied im Ortsrat Vorsfelde, Kerstin Struth, die bei der jüngsten Versammlung der Mieter direkt auf dem Rasen vor den Gebäuden mit dabei war.
Fakt ist, dass sich die Wohnungen im Heidgarten im Privatbesitz eines Inverstors befinden, berichtet stellvertretender Bauausschuss-Vorsitzender und SPD Fraktionschef Hans-Georg Bachmann. „Dieser Investor kann im Rahmen der bestehenden Gesetze nach seinem eigenen Ermessen Sanierungs-, Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen vornehmen und die Miete festlegen.“ Fakt ist aber auch, dass die SPD schon tätig geworden ist und den Oberbürgermeister eingeschaltet hat – Klaus Mohrs wird in den nächsten Tagen ein Gespräch mit dem Investor führen.
Bachmann betont, dass die SPD-Fraktion keinesfalls Mieterhöhungen zugestimmt hat, sondern dass bis dato im Rat lediglich der Aufstellungsbeschluss für eine Bebauungsplanänderung gefasst wurde. „Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Wohngebäude um ein Vollgeschoss aufzustocken und in dem Gebiet zusätzliche Wohnbebauung zu ermöglichen. Und damit der Wohnungsknappheit in Wolfsburg entgegen zu wirken – übrigens perspektivisch die wirksamste Maßnahme gegen Mietpreiserhöhung“, sagt Bachmann.
Und Struth ergänzt: „Aus Gesprächen mit Mietern im Heidgarten wissen wir, dass viele eine Sanierung ihrer Wohnungen für dringend notwendig halten. Viele Wohnungen sind in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand: Es soll Schimmel geben, einige Balkone sind marode, einige Fenster zugig.“
Da die Sozialdemokraten die Ängste und Nöte der Mieter ernst nehmen, soll noch im Mai eine Veranstaltung in Vorsfelde stattfinden, zu der alle Betroffenen und die Mitglieder des Bauausschusses eingeladen werden sollen. „Wir werden uns hier die Sorgen der Mieter anhören und ihre Anfragen notieren. Vielleicht können wir auch schon am dem Tag Antworten liefern. Wenn nicht, nehmen wir die Fragen mit und beantworten sie im Anschluss“, verspricht Struth.