Sabah Enversen, SPD-Mitglied im WAS-Verwaltungsrat (li) und Mitte-West Ortsbürgermeister Matthias Presia / Fotos: SPD WOB

Wolfsburg (WB/SPD-Fraktion) - Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion greifen die aktuelle Diskussion um die Müll-Abholung am Hageberg auf. „Wir werden mit der WAS, der Wolfsburger Abfallwirtschaft und der Verwaltung der Stadt Wolfsburg eine verträgliche Lösung für die Betroffenen finden, zumal damit zu rechnen ist, dass der Kreis der Betroffenen größer wird.

Es geht überhaupt nicht, dass die Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt werden, ohne eine akzeptable Lösung anzubieten“ erklärt Sabah Enversen, SPD-Mitglied im WAS-Verwaltungsrat. Hintergrund: Bei einer Arbeitsstättenbegehung wurde festgestellt, dass der Sicherheitsabstand vielerorts zu gering ist, deshalb hat die WAS mittlerweile 23 Straßen aus ihrem Tourenplan gestrichen, da diese zu eng für die Müllfahrzeuge sind. Die Anwohner müssen daher ihre Mülltonnen zu Sammelplätzen schieben. Im Februar wurden die Anwohner von acht Straßen auf dem Hageberg informiert, dass sie ihren Müll zu Abholplätzenschaffen sollen. Das hat einen Ansturm der Entrüstung ausgelöst.

„Das Problem ist vielschichtig“, weiß Mitte-West Ortsbürgermeister Matthias Presia (SPD): „Zum einen gibt es gerade ältere Menschen, denen es schwer fällt, ihre Mülltonnen einen weiten Weg lang zu schieben. Auf der anderen Seite ist die WAS verpflichtet, geltendes Recht umzusetzen, zumal es in anderen Kommunen schon zahlreiche entsprechende Urteile gibt. Ich bin jedoch optimistisch, dass es eine Lösung zur Zufriedenheitaller geben wird.“

Die jetzt vorgeschlagene Anschaffung kleinerer Fahrzeuge sehen die Sozialdemokraten skeptisch. Enversen: „Die Kosten müssten laut Rechtsprechung zwingend auf die Anlieger umgelegt werden, die davon profitieren.“ Deshalb soll laut SPD nach einer verträglichen Lösung, die die Kosten so gering wie möglich hält, gesucht werden.