Sebastian Krapoth, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Group Services / Foto: Volkswagen Group Services

Wolfsburg (WB/Volkswagen Group Services)- In der dritten Verhandlungsrunde für die Tarifgemeinschaft der Volkswagen Group Services, AutoVision – Der Personaldienstleister, Autostadt und Wolfsburg AG haben sich die IG Metall und die Arbeitgeberseite heute auf die Übernahme der Kernpunkte des Tarifabschlusses von Volkswagen geeinigt.

Ali Naghi, Vorsitzender des gemeinschaftlichen Betriebsrats der Volkswagen Group Services und der AutoVision, sagt: „Die aktuelle Tarifrunde hat gezeigt, dass – egal ob es um die Fläche, Volkswagen oder Volkswagen Tochtergesellschaften geht – alle Kolleginnen und Kollegen gemeinsam engagiert für die Forderungen der IG Metall einstehen. Diese Bereitschaft hat den Arbeitgeber überzeugt. Wir haben mit dem neuen Tarifvertrag gleich drei Kernbereiche geregelt. Erstens haben wir eine Entgelterhöhung erzielt, die sich sehen lassen kann. Zweitens haben wir endlich eine tarifdynamische Altersvorsorge durchgesetzt. Und drittens haben wir mit der Möglichkeit für eine individuelle Freistellung eine zukunftsweisende Flexibilität hinsichtlich Familie und Beruf für unsere Kolleginnen und Kollegen geschaffen.“

Benjamin Stern, stellvertretender Vorsitzender des gemeinschaftlichen Betriebsrats der Volkswagen Group Services und AutoVision, erklärt: „Besonders freuen wir uns über die Einigung auf eine bessere betriebliche Altersvorsorge. Hier versuchen wir schon seit langer Zeit mit der Arbeitgeberseite eine vernünftige Basis zu schaffen. Das ist uns heute gelungen. Der jetzt beschlossene Rentenbaustein wächst sogar mit den zukünftigen Tariferhöhungen mit. Damit tragen wir einen Teil dazu bei, dass unsere Beschäftigten auch in Zukunft mit einem anständigen Auskommen in den Ruhestand gehen können.“

Sebastian Krapoth, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Group Services: „Auch für unsere Mitarbeiter in der Verwaltung haben wir heute einen Abschluss erzielt, der in den Kernpunkten mit dem Ergebnis der Volkswagen AG übereinstimmt. Die getroffenen Vereinbarungen werden der allgemeinen aktuellen wirtschaftlichen Situation gerecht. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für unsere Attraktivität als Arbeitgeber ist insbesondere die deutliche Erhöhung der betrieblichen Altersversorgung ein guter und richtiger Schritt. Mit der Übernahme des Tarifergebnisses wird erneut unsere Zugehörigkeit und enge Verbundenheit zum Konzern deutlich.“

In intensiven Verhandlungen ist es gelungen, sowohl eine Entgelterhöhung als auch wichtige Verbesserungen hinsichtlich der Altersvorsorge und der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben zu erreichen. Beide vorherigen Verhandlungsrunden verstrichen ohne Ergebnis. Für die Dienstleistungsprojekte der Volkswagen Group Services wurde in separaten Verhandlungen bereits am vergangenen Freitag ebenfalls die Übernahme des Tarifabschlusses von Volkswagen beschlossen.

Die wichtigsten Eckdaten des Tarifabschlusses:

· Analog zur Fläche und Volkswagen: 4,3 Prozent mehr Geld ab Mai 2018 sowie 100 Euro Einmalzahlung (April 2018)

· Ab 2019 fließt jeden August ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts

· Besonders belastete Beschäftigtengruppen können dieses Zusatzgeld in sechs freie Tage umwandeln, hierzu gehören Eltern mit Kindern bis zehn Jahre,    Beschäftigte, die Angehörige pflegen sowie Beschäftigte in Schichtarbeit

· In der Betrieblichen Altersversorgung wird der Rentenbaustein ab dem 1. Juni 2019 auf 90 Euro erhöht. Bereits zum 1. Januar 2020 steigt dieser auf 98 Euro an und wächst zudem künftig tarifdynamisch