Wolfsburg (WB/FDP, SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen) - Die Digitalisierung soll zukünftig allen Bürgerinnen und Bürgern die Behördengänge vereinfachen.
„Uns geht es in erster Linie darum, den Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern einen unkomplizierten und zeitlich unabhängigen Zugang zu den Verwaltungsdienstleistungen zu ermöglichen“, fasst die FDP-Ratsfrau Kristin Krumm den gemeinsamen Antrag mit den Ratsfraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zusammen.

„Da die Stadt Wolfsburg anstrebt, sich mit der Initiative #WolfsburgDigital zur internationalen Modellstadt der Digitalisierung zu entwickeln, gehört für uns auf jeden Fall dazu, das elektronische Dienstleistungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern“.
Die vier Fraktionen haben deshalb die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen zu erstellen. „Das Konzept soll u. a. beinhalten, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger online ein eigenes Servicekonto einrichten kann und somit Zugriff auf die persönlichen Stammdaten, Dokumente und Bescheide hat“, erläutert Sara Niemann, stellvertretende SPD-Ausschussvorsitzende der Bürgerdienste.
Die Stadt stünde beispielsweise unmittelbar vor der Anschaff ung einer sogenannten „Speed Capture Station“, mit der die mitarbeiterunabhängige Beantragung des Personalausweises möglich werde, ergänzt Katrin Weidmann, Bündnis 90/Die Grünen-Mitglied des Strategieausschusses, das Anliegen, „wir möchten außerdem, dass die Anwendungsmöglichkeit der Online-Ausweisfunktion weiter ausgebaut wird“. Auch das elektronische Bezahlen per Kreditkarte oder PayPal soll zukünftig möglich werden.

Wichtig ist für die Fraktionen, dass die zum Teil großen räumlichen Distanzen der Wolfsburger Ortsteile zum Rathaus keinen Nachteil bedeuten. „Der Großteil der Wolfsburger Bevölkerung lebt nicht in der Innenstadt“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Kassel, „gerade in den Ortsteilen außerhalb der Kernstadt müssen wir bessere Bedingungen schaffen“. Dazu zähle auch, dass auf der städtischen Webseite alle Dienste ohne Rathausbesuch online zu erkennen und auch dauerhaft an die sich ändernden Anforderungen angepasst würden. Auch den Menschen, die die digitalen Angebote nicht in Anspruch nehmen könnten, solle eine niedrigschwellige und mobile Alternative angeboten werden, fordern die antragstellenden Fraktionen.