Falko Mohrs, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses / Foto: SPD WOB

Wolfsburg (WB/SPD-Fraktion WOB) - Der Kindergarten-Besuch ihrer Kinder soll Eltern künftig keinen Cent mehr kosten. Um die Finanzierung zu klären, fanden bereits zwei Gesprächsrunden zwischen den Vertretern des Landes Niedersachsen und den kommunalen Spitzenverbänden statt.

Die Elternbeitragsfreiheit soll für die Kommunen durch ein pauschalisiertes System erfolgen, um den Verwaltungs-und Abrechnungsaufwand so gering wie möglich zu halten. „Aktuell wird über eine Pauschale für den Landesanteil in Höhe von 52 Prozent der Standardpersonalkosten diskutiert“, weiß Falko Mohrs.

Vor dem Hintergrund wird der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses während der kommenden Ratssitzung bei der Verwaltung nachfragen, wie sich eine Pauschale in Höhe von 52 Prozent auf die Kita-Finanzierung in Wolfsburg auswirken würde. Zudem möchte der Sozialdemokrat wissen, ob mit dieser Landesbeteiligung die bisherigen Elternbeiträge komplett kompensiert werden könnten und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, wie hoch die Pauschale sein müsste.

Gerade jüngst hat sich Niedersachsens Landesregierung bei der Klausurtagung in Bad Sachsa auf den Entwurf für einen Nachtragshaushalt für 2018 geeinigt. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht die Einführung der Beitragsfreiheit für das erste und zweite Kindergartenjahr bereits ab August 2018. Das kostet das Land laut Staatskanzlei 109 Millionen Euro. „Frühkindliche Förderung und eine verlässliche und qualitätsvolle Betreuung von Kindern zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr sind entscheidend für die weitere Entwicklung eines Kindes und damit wesentliche Voraussetzung für Chancengerechtigkeit - das belegen unzählige Studien. Deswegen ist es sehr sinnvoll, die Barrieren vor der ersten Stufe unseres Bildungssystems abzusenken“, erklärt Mohrs.