Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG / Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG / Foto: Volkswagen

Wolfsburg (WB/resch) - Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller sprach sich im "Handelsblatt" (Montagausgabe) gegen die bestehenden Steuervorteile für Dieselkraftstoff aus.

Trotz des Diesel-Skandals um manipulierte Abgaswerte im Jahr 2016 hatte VW mit 10,3 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen Toyota als weltweiten Spitzenplatz der Automobilhersteller abgelöst. Auch das Jahr 2017 wollen die Wolfsburger mit einem neuen Bestwert abschließen.  Vor diesem Hintergrund traf der Konzernchef bei der Wirtschafts- und Finanzzeitung die Aussage: "Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen solle, könne der Dieselmotor nicht für alle Zeiten weiter subventioniert werden, so Müller. Im Gespräch mit der Zeitung räumt er ein, dass die Subventionen den Absatz von Diesel-Fahrzeugen in Deutschland erheblich erleichtern. Die Frage ob Volkswagen bereit sei, künftig auf viel Geld zu verzichten, ist aber nicht mit einem klaren Ja zu beantworten. Der VW-Chef wünscht sich eine Verlagerung der Steuervorteile auf andere Bereiche.
"Das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden. Abstriche bei den Diesel-Subventionen, dafür Anreize für Elektroautos, wären das richtige Signal", so der Konzernchef im "Handelsblatt". Die Umschichtung könne schrittweise erfolgen.