Altarbild zum Gottesdienst - gemalt von Anne Buba

Wolfsburg (WB/Schäfer, Heidrun) - „Ein Schritt im Sturm…“ – so mag sich die frische Trauer um ein verstorbenes Kind anfühlen. Der Boden unter den Füßen gibt nicht mehr den gewohnten Halt. Angst, Dunkelheit und Chaos brechen über die Trauernden herein. Ein Wagnis, sich in diesen Trauersturm zu begeben.

Und dennoch notwendig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Trauer Raum geben, den Schritt in den Sturm wagen, spüren, dass ich noch lebe und Du noch lebst. Auch wenn jetzt alles anders ist…
„Ein Schritt im Sturm“ ist die Einladung an mutige und zaghafte verwaiste Eltern, Geschwister, Großeltern, Paten, Freunde…, die um ein Kind trauern. Zum Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder laden die Evangelische Krankenhausseelsorge, der Hospizverein, der Heidi-Förderverein, die Trauerbewältigungsgruppe Sternenkinder, die Kinderklinik, die evangelische Lukasgemeinde und die katholische Christophorusgemeinde am Sonntag, 10.12.2017 um 16:00 Uhr in die Heilig-Geist-Kirche ein. Im Anschluss ist bei Tee und Keksen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zeit, sich zu vergewissern, dass Trauer nicht nur allein erlebt wird.
Weltweit werden an diesem Tag Kerzen für verstorbene Kinder angezündet und Gottesdienste gefeiert. Mitten im Advent besinnen sich viele auf die eigene Familie. Verwaiste Eltern, Großeltern und Geschwister spüren den Verlust in diesen Tagen besonders intensiv. Der Gottesdienst ist ein geschützter Raum, in dem das fehlende Kind noch einmal ganz im Mittelpunkt stehen darf – egal, wie lange der Tod schon her ist.
Ein Schritt im Sturm möchte Mut machen, der Trauer Bewegung zu geben. Gebete, Lieder und das Ritual des Kerzenanzündens wollen uns stärken in der Hoffnung, dass Gott aus Tod Leben machen kann. Dass unsere Kinder bei ihm eine Zukunft haben, die lebenden und die verstorbenen.
Eingeladen sind alle, die um ein verstorbenes Kind trauern, egal, ob es ein vorgeburtlich verstorbenes Sternenkind oder ein erwachsenes Kind seiner Eltern war.