Vor einem Jahr unterzeichneten im Schloss Wolfsburg (von links): Matthias Müller (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister Stadt Wolfsburg), Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dr. Karlheinz Blessing (Personalvorstand Volkswagen) und Bernd Osterloh (Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats) die Absichtserklärung. "Das Memorandum of Understanding erweist sich für beide Partner als verlässliche Grundlage auf dem Weg zur Modellstadt für Digitalisierung und Elektromobilität" sagte heute Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs anlässlich des Adventsgesprächs im Schloss Wolfsburg / Foto: Stadt Wolfsburg/Archiv, Lars Landmann

Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung #WolfsburgDigital sind mehr als 80 Projekte und Ideenansätze in zehn Themenfeldern – von zukunftsfähigem Wohnen, über neues Unternehmertum bis hin zu lebenslangem digitalen Lernen – hervorgebracht worden.

"Das Memorandum of Understanding erweist sich für beide Partner als verlässliche Grundlage auf dem Weg zur Modellstadt für Digitalisierung und Elektromobilität", sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs am Montag anlässlich des Adventsgesprächs, einem Zusammentreffen von Vertretern der Volkswagen AG sowie der Stadt Wolfsburg, im Schloss Wolfsburg. Zwei Ziele würden mit der Strategie verfolgt: die Steigerung der Lebensqualität der Bürger sowie der Gäste der Stadt sowie die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Wolfsburg.
Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, erklärte: "Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es geht darum, ganz konkrete Probleme der Menschen zu lösen: im Verkehr, in der Kommunikation, für mehr Lebensqualität und attraktive Arbeitsplätze, in der Bildung. Mit #WolfsburgDigital haben wir dafür einen guten Masterplan aufgesetzt. In der weiteren Umsetzung kommt es jetzt auf Pragmatismus und Schnelligkeit an. Ich bin überzeugt: Mit dem Engagement aller Beteiligen werden wir unser Ziel erreichen."
"Hier in Wolfsburg schlägt das Herz von Volkswagen. Mit der Stadt Wolfsburg haben wir den besten kommunalen Partner der Welt. Deswegen wollen wir, dass hier bei uns Digitalisierung und Elektromobilität zuerst Realität werden. Wolfsburg muss das Silicon Valley von Volkswagen werden.", betonte Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG.
Immer mehr Projekte werden jetzt auch in der Öffentlichkeit sichtbar: Als erster Stadtteil wird am Jahresende die Tiergartenbreite flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen versorgt sein. Ziel ist es, bis Ende 2021 alle 80.000 Haushalte und Firmen an ein stadtweites Glasfasernetz angeschlossen zu haben. Projektentwickler Volkswagen Immobilien (VWI) lässt mit den Steimker Gärten ein digitalisiertes Wohnquartier entstehen, das 2019 bezugsfertig sein soll.
Einen ersten Eindruck, welche Angebote die Markthalle als künftiges Digitalzentrum ab 2018 bietet, wird eine so genannte Pop-Up-Phase vermitteln. Von Januar bis März 2018 sollen regelmäßig Veranstaltungen der drei Partner – Stadt Wolfsburg, Volkswagen AG und VfL Wolfsburg-Fußball GmbH – zu digitalen Themen stattfinden. Umbau und Eröffnung des Digitalzentrums, für das noch ein endgültiger Name gesucht wird, sind im Sommer 2018 geplant.
Der digitale Wandel solle gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werden, so Mohrs. Deshalb werde es am Samstag, 10. Februar 2018, einen Aktionstag in der Innenstadt geben. "An verschiedenen Stationen solle das Thema Digitalisierung nicht nur inhaltlich vermittelt, sondern auch erlebbar gemacht werden, Bürger könnten dort ihre Wünsche und Ideen direkt platzieren."