Stephan Weil (SPD) kam am Montag „Auf ein Wort mit Stephan Weil“ in das Haus der Jugend in Wolfsburg / Foto: Niedersächsische Staatskanzlei/Philipp Ditfurth

Wolfsburg (WB/resch) - Gestern war Stephan Weil (SPD) noch als Ministerpräsident in der Stadt. Auf Grund der Regierungskrise von Rot-Grün in Hannover und der nun für 15. Oktober angesetzten Neuwahl bleibt ungewiss ob er im Amt bleibt.

Ungeachtet der derzeitigen Unruhe und des Wirbels kam Stephan Weil am Montagabend in der Reihe „Auf ein Wort mit Stephan Weil“ in das Haus der Jugend in der Innenstadt und beantwortete Fragen. Die Themen waren durchaus brisant, die von den rund 100 Besuchern auf Bierdeckel notiert wurden. SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer und SPD-Bundestagskandidat Falko Mohrs haben die Fragen vorgelesen
Zum Thema VW und der Forderung von Unionsfraktionsvize Michael Fuchs das VW-Gesetzes abzuschaffen sagte Weil lt. Wolfsburger Allgemeine Zeitung: „Es war in Niedersachsen immer Konsens, dass wir zu dem Gesetz stehen. Für die SPD gelte das weiterhin, bei der CDU liege nun die Entscheidung, ob sie die Meinung von Michael Fuchs zu dem Thema teilt.

Auch das nach wie vor kontrovers diskutierte Thema Flüchtlinge wurde angesprochen. Der Politiker meint, dass sich die Lage beruhigt habe. Er sorgt sich aber, weil die Integration nicht immer funktioniere. Weil mahnt: „Viele sind in tiefster Not zu uns gekommen und wir stehen in der Pflicht ihnen eine Chance geben.“ Wenn ausgebildet wird, dann heißt das auch, die Betriebe finanziell zu unterstützen, erläutert er.
Auch die Vorgänge in der Türkei und Umweltfragen bewegten die Gäste, ebenso wie die E-Mobilität und die Unterrichtsversorgung. Es ging also um ein sehr breites Themenfeld zu dem Weil gefordert wurde Stellung zu nehmen. Der Gast wurde mit freundlichem Applaus verabschiedet.

Foto: Niedersächsische Staatskanzlei/Philipp Ditfurth