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Veterinäramt gibt Haltertipps
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Hunde können nur durch Hecheln, das heißt durch Erzeugung von Verdunstungskälte, ihre Wärme abgeben, da sie nur wenige Schweißdrüsen besitzen. Sie sind von Natur aus hitzeempfindlich!

Die Wasserverdunstung kann nur solange ausgeführt werden, wie die Temperatur und die Sättigung der Außenluft mit Wasserdampf nicht zu hoch sind. Schafft der Hund es nicht durch Hecheln allein, muss er sich zusätzlich durch Liegen auf kalten Flächen oder Anfeuchten des Felles, durch Belecken oder auch mit einem Wasserbad Kühlung verschaffen.
Im Auto hat er hierzu keine Möglichkeit. Sonnenstrahlen, die durch die Wagenscheiben und durch das stark aufgeheizte Blech in das Auto eindringen, ohne dass die Wärme wieder entweichen kann, heizt das Wageninnere auf. Das Öffnen von Schiebedächern oder das Offenlassen eines Fensterspaltes reicht nicht aus, die Wärmentwicklung im Auto zu verhindern.
Messungen haben ergeben, dass bei einem 3 cm geöffneten Seitenfenster (Thermometer lag auf der Rücksitzbank im Schatten) bei einer Außentemperatur von nur 23°C und Sonnenschein dramatische Situationen entstehen können. Nach 10 Minuten (28 Grad C), nach 20 Minuten (30 Grad C), nach 30 Minuten (32 Grad C), nach 40 Minuten (36 Grad C) und nach 60 Minuten (40 Grad C).
Steigt die Temperatur innerhalb des Autos über 28 Grad C bis 30 Grad C an, hat der Hund keine Möglichkeit mehr, alleine durch Hecheln seine Wärmeregulation zu steuern. Ab 40 Grad C Innentemperatur im Auto besteht akute Lebensgefahr!
Der Rat des Veterinäramtes an alle Hundehalter: Die Tiere bei Sonnenschein nie im Auto lassen, auch ansonsten ist davon abzuraten. Diese Empfehlung gilt auch für Katzen und andere Heimtiere.

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