Ausflüge an Land und übers Wasser, viele Aktivitäten und natürlich jede Menge Spaß für die Teilnehmer der Jugendfreizeit der Michaelis-Kirchengemeinde Fallersleben / Foto: David Heise

Von antiken Mythen und entspannten Tagen
Jugendfreizeit der Michaelis-Kirchengemeinde Fallersleben vom 22.06 bis 06.07.2017
Fallersleben (WB/Michaelis-Kirchengemeinde Fallersleben ) - 41 Jugendliche, sieben Teamer und Pastorenehepaar Ute Ravens und Holger Hermann sind in diesem Jahr auf die ionische Insel Korfu zur Jugendfreizeit geflogen.

Wo einst der sagenumwobene König Odysseus ins Ungewisse aufbrach, Korinth, Venedig, Frankreich und England ihre Herrschaften errichteten und doch die griechische Kultur ihre prägende Kraft behielt, erlebt die Jugendgruppe und ihre Betreuer erlebnisreiche und entspannte Ferientage.

Bei beständig sonnigem Wetter mit Temperaturen bis zu 35 Grad und dennoch angenehm kühler Brise vom Meer her verbringt die 50 Personen zählende Reisegruppe Tage voller kultureller Anregungen mit Badespaß am Pool und im Meer unter korfiotischer Sonne. Die Gruppe hat dafür in den Active Studios Paparellas im nordwestlich gelegenen Bergdorf Liapades ihr Quartier bezogen.

Spannende Aktivitäten wie z. B. eine Wanderung führten Teilnehmer der Gruppe in die Berge, durch Jahrhunderte alte Olivenhaine zur Festung Angelokastro, die beim Kampf gegen die sarazenischen Eroberungsversuche von entscheidender strategischer Bedeutung war. Auf ihrem Plateau befindet sich eine Kapelle aus dem 1800 Jhd., die gerne von Hochzeitspaaren für ihr Jawort genutzt wird.

Mit dem Bananaboot ging es von der Bucht in Paleokastritsa mit flotter Geschwindigkeit auf's Ionische Meer. Hier wurde man kräftig durchgeschüttelt. Das war spaßig und anstrengend zugleich.

Es gab einen faszinierenden Ausflug zu einem nahegelegenen Kloster, mit toller Aussicht und einer von Ikonen, Kerzen und Devotionalien überbordenden Kirche.

Ole Hein und Malte Zander aus Fallersleben sagten: “Der Ausflug zum Kloster war schön und interessant.” Das Kloster bietet mit seiner floralen Pracht, der Schönheit der orthodoxen Liturgie und den faszinierenden Ikonen einen lebendigen Eindruck der gelebten korfiotischer Religiösität. Bootsausflüge zu nur vom Wasser aus zu erreichenden Stränden und ein Schnuppertauchen erlaubten einen Einblick in die maritime Welt Korfus. Bei einem griechischer Abend in einer örtlichen Taverne zeigten die Teilnehmer ihre Talente bei Sirtaki unter fachkundiger Anleitung und intonierten selbst “Griechischer Wein” von Udo Jürgens. Die Tavernenwirtin Monika mit deutschen Wurzeln sagte danach: “Die deutschen Jugendlichen haben Leben und Fröhlichkeit in unseren griechischen Abend gebracht.” Ein nächtlicher Ausflug in die Diskothekenwelt von Korfu Stadt ließ das Herz der über 16Jährigen höher schlagen.

Religion, Leben und Volkskultur gehören auf Korfu einfach zusammen und eine Kerze in der Kirche des Schutzheiligen lässt sich auch noch vor dem Besuch der Diskothek entzünden.

Ein Ausflug in die Hauptstadt Korfus, unter sachkundiger Führung von Fremdenführerin Christina, bot einen Einblick in die wechselvolle Geschichte Korfus. Hier konnte man ein für Protestanten sicher befremdliches Ritual erleben und sehen, wie in der Kirche Ágios Śpyídon den Gebeinen des Heiligen Spyrídon, dem Erzheiligen der Korfioten, (Erzbischof von Zypern. Nahm 325 n. Chr. Am Konzil Nikäa Teil) die mit roten Samtschuhen umhüllten Füße von den inbrünstigen Gläubigen ohne Zögern geküsst wurden. Zu ihm suchen die Korfioten Zuflucht in allen Lebensnöten und erinnern sich, dass er auch in den Kämpfen gegen das Heer der Türken z.B. 1716 als Retter in der Not mit Schwert und Kerze in der Hand den Verteidigern am Himmel erschien und den Sieg herbeiführte. Mit einem Marmordenkmal vor der Alten Festung wird für diesen Sieg auch General Reichsgraf Johann Matthias von der Schulenburg gedankt, der das venezianische Heer auf Korfu anführte.

Beim ZDF (zeig deine Fähigkeiten)-Abend und bei den Olympischen Spielen konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten zeigen. An jedem Abend feiert die Gruppe eine Abendandacht mit fröhlichen Liedern, berührenden Gebeten, anregenden Impulsen und den Abendsegen.

Foto: David Heise