Foto: Manuela Schwesig (über dts Nachrichtenagentur)

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) - In der Diskussion über die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Bundesländer sieht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor allem in der Digitalisierung eine große Chance für den Osten.

"Deshalb brauchen wir eine hundertprozentige Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk. Und natürlich bleibt es richtig, in industrielles Wachstum, Forschung und Technologie zu investieren", sagte Schwesig der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die ostdeutschen Länder hätten an Wirtschaftskraft gewonnen. Aber das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse sei noch nicht erreicht, so Schwesig. "Heute sagen fast 90 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, dass es sich bei uns im Land gut oder sogar sehr gut leben lässt. Dennoch gibt es natürlich auch Unzufriedenheit." Die Menschen verstünden zum Beispiel nicht, "dass es 30 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch unterschiedliche Löhne und Renten in Ost und West gibt".