Wetterwarte, Fichtelberghaus und Seilbahnstation auf dem Fichtelberg (1214 m) im Erzgebirge / Foto: von SchiDD - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34653414

Wolfsburg (WB/resch) - Das Erzgebirge ist ein beliebtes Wandergebiet und liegt in Deutschland (Sachsen) und Tschechien (Böhmen). Doch das beliebte Mittelgebirge hat neben seinen vielen Wandertouren auch noch viel mehr zu bieten. Besonders im Sommer ist das Erzgebirge für Singles, Paare oder auch für Familien mit Kindern für Ausflüge und Urlaube sehr geeignet.

Das Erzgebirge hautnah entdecken

Das Erzgebirge ist wohl jedem Deutschen durch seine hochwertigen Schnitzereien und kunstvoll verzierter Weihnachtsdekoration bekannt. Daher zieht es viele Urlauber aus dem In- und Ausland regelmäßig während der Wintermonate in diese Region.

Ein Besuch im Erzgebirge ist jedoch auch besonders im Sommer eine sehr lohnenswerte Sache, denn mehr als 100 Museen und zahlreiche Denkmäler laden zu einer Entdeckungstour ein. Wer sich auf eine der zahlreichen und gut ausgeschilderten Wanderrouten des Erzgebirges begibt, kann auf Schusters Rappen imposante Schlösser und verträumten Burgen entdecken oder liebevoll restaurierte Bergstädte mit ihren imposanten Kirchen erkunden. Entlang der wunderschönen Wanderrouten informieren hin und wieder Tafeln und Hinweisschilder über den Streckenverlauf und den zu erwartenden Schwierigkeitsgraden, so wissen auch ältere Wanderer oder Familien mit kleineren Kindern genau, worauf sie sich bei diesem Wanderweg einlassen. Denn schließlich soll das Wandern in dieser einzigartigen und oft naturbelassenen Landschaft erholend sein und zum Erlebnis werden.

Jährlich bewundern Tausende von Besuchern die atemberaubende Natur rund um den Fichtelberg und dem Keilberg und kaum jemand verlässt das Erzgebirge wieder, ohne ein Stück der hiesigen Volkskunst im Gepäck zu haben.

Die Entstehung der Volkskunst im Erzgebirge

Nachdem im 12. Jahrhundert die großen Erzvorkommen entdeckt worden sind und mit dessen Abbau begonnen wurde, zog es immer mehr Arbeitssuchende in dieses Gebiet. Lange Zeit war der Erzabbau die einzige permanente Möglichkeit für die ansässige Bevölkerung, um ihren Unterhalt bestreiten zu können. Als dann so nach und nach die Vorräte an Erzen schwanden, musste man sich nach einer neuen Einnahmequelle umsehen. Die Ansiedlung von Industrie ist wegen des oft abgelegenen und unwegsamen Geländes kaum möglich. Da aber durch die waldreiche Landschaft genügend Holz vorrätig war, begann sich im Erzgebirge zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Schnitzkunst zu entwickeln, die in den letzten Jahrhunderten perfektioniert wurde und deren Ergebnisse heute auf der ganzen Welt bekannt und begehrt sind.

Typische Erzeugnisse der erzgebirgischen Volkskunst sind jedoch nicht nur Weihnachtspyramiden und Räuchermännchen, sondern betreffen inzwischen erfolgreich auch andere Themen. Ein Besuch zum Beispiel im erzgebirgischen Spielzeugmuseum in Seiffen, dem Bauern- und Heimatmuseum in Hermsdorf oder dem Räuchermannmuseum in Sehmatal OT Cranzahl sollten Bestandteil jedes Urlaubes im Erzgebirge sein.

Fazit

Das Erzgebirge verdankt seinen Namen dem großen Erzvorkommen. Eine weitere wichtige Einnahmequelle ist neben der farbenfrohen Glaskunst auch die charakteristische Schnitzkunst, die einmalig ist und für die das Erzgebirge weltweit bekannt ist.

 Foto: von SchiDD - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34653414