Foto: Organspendeausweis (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will zum Thema Organspende vorerst keinen eigenen Gesetzentwurf für die von ihm angestrebte "doppelte Widerspruchslösung" in den Bundestag einbringen. Erstmal solle ausführlich im Bundestag debattiert werden,

Bundesärztekammer lobt Spahn-Entwurf für Organspende-Reform / Foto über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, lobt den Entwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Organspendereform.

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus der Union kommt ein Vorstoß für eine grundlegende Neuausrichtung der Organspende-Praxis in Deutschland. Georg Nüßlein (CSU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, hat dazu ein Positionspapier erarbeitet, schreiben die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Freitag). Abweichend von der bisherigen Praxis, wonach Organentnahmen nur bei ausdrücklicher Zustimmung möglich sind, soll demnach grundsätzlich jeder ein potenzieller Spender sein – außer bei Widerspruch.

Konkret fordert Nüßlein "eine doppelte Widerspruchslösung, wonach sowohl der Verstorbene zu Lebzeiten wie auch dessen Angehörige einer Organentnahme widersprechen können". Der Rückgang der gespendeten Organe um 9,5 Prozent im vergangenen Jahr sei "mit Sorge zu betrachten", schreibt Nüßlein. "Die Politik ist – auch mit Blick auf unsere christliche Verantwortung für den Schutz und Erhalt des Lebens – dazu aufgerufen, hier Lösungen zu finden."

Der Vorstoß setzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unter Zugzwang. Er hatte für den Herbst eine Gesetzesinitiative zur Organspende angekündigt. CSU-Politiker Nüßlein schreibt in seinem Papier, es müsse auch dafür gesorgt werden, "dass die vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten und die Prozesse bei der Organspende umgesetzt und verbessert werden".

So müssten die Transplantationsbeauftragten in Krankenhäusern "ab einer gewissen Größe" von Routineaufgaben freigestellt werden. Die Kliniken sollten zudem höhere Vergütungen für Organentnahmen erhalten – ebenso wie Ärzte für die Identifikation potenzieller Spender. Zudem spricht sich Nüßlein für mobile Expertenteams zur Feststellung des Hirntods aus.

Hintergrund ist eine Vorschrift, wonach vor einer Organentnahme zweimal innerhalb von wenigstens zwölf Stunden der irreversible Hirntod des Patienten von zwei verschiedenen Ärzten festgestellt werden müsse, darunter mindestens einem Facharzt für Neurologie und Neurochirurgie. Kleinere Kliniken hätten diese Expertise nicht, so Nüßlein. Der CSU-Politiker fordert darüber hinaus eine neue Kampagne, um die Bevölkerung zu Fragen der Organspende zu informieren. Problematisch sei auch, dass Ärzte in Krankenhäusern in Notfallsituationen oft nicht wüssten, ob sie es mit einem potenziellen Organspender zu hätten. "Ein zentrales Register, das alle Personen aufführt, die bereit sind, Organe zu spenden, könnte hier Abhilfe schaffen", so Nüßlein. Auch ein entsprechender Vermerk auf dem Personalausweis sei denkbar.

Foto: Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (über dts Nachrichtenagentur)

Kopenhagen (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa ist im ersten Halbjahr 2018 gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. Mehr als 41.000 Kinder und Erwachsene infizierten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres mit Masern,

Foto: Mutter mit Kleinkind (über dts Nachrichtenagentur)

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Heidrun Thaiss, sieht bei Impfungen "eine besorgniserregende Entwicklung". In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben) beklagte Thaiss:

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