Foto: Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz ist es richtig, die Sprechstundenzeiten der Kassenärzte um fünf Wochenstunden zu erhöhen. Allerdings müsse die Umsetzung auch tatsächlich kontrolliert werden, sagte der Stiftungsvorsitzende Eugen Brysch

der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Für viele Mediziner werde sich dadurch nichts ändern, "da sie ohnehin mehr Stunden anbieten". Alle anderen seien nun in der Pflicht. Nun werde es "darauf ankommen, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen dies auch in der Praxis überprüfen", sagte Brysch. Bisher seien sie jedoch "ihrer Kontrollpflicht nicht nachgekommen", kritisierte er.

Brysch forderte zudem, dass die Ärzte "diese Chance im Sinne der pflegebedürftigen und schwerstkranken Menschen" auch nutzten: "Rund ein Fünftel weniger Hausbesuche in acht Jahren sind alarmierend", warnte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz. Auch müsste es möglich sein, dass Pflegebedürftige Hausbesuche von Fachärzten über die zentralen Terminservicestellen vereinbarten. "Hier muss Bundesgesundheitsminister Spahn den Entwurf nachbessern", forderte Brysch.