Foto: Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (über dts Nachrichtenagentur)

Kopenhagen (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa ist im ersten Halbjahr 2018 gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. Mehr als 41.000 Kinder und Erwachsene infizierten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres mit Masern,

teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Kopenhagen mit. Im gesamten Vorjahr hatte es 23.927 Masernerkrankungen im europäischen Raum gegeben.

Im Jahr 2016 waren es sogar nur 5.273 Masernfälle. "Seit dem Tiefstand der Erkrankungen 2016 erleben wir einen dramatischen Anstieg der Infektionen und lang dauernde Ausbrüche", sagte die Regionaldirektorin der WHO für Europa, Zsuzsanna Jakab. In Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Russland, Serbien und der Ukraine gab es Ausbrüche mit mehr als 1.000 Fällen, wobei die Ukraine mit 23.000 Fällen besonders betroffen war.

Jakab rief die Staaten dazu auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung des Masernvirus zu verhindern. Dazu müssten vor allem die Impfraten erhöht werden, sagte WHO-Regionaldirektorin.