La Pas 40 Bolivien - Dieter Nuhr / Foto: obs/Rosenhang Museum

Weilburg (ots) - "Mir ist meine bildnerische Arbeit genauso wichtig wie meine Arbeit auf der Bühne. Dass ich mit der einen Form mehr Leute erreicht habe als mit der anderen, sagt weder etwas über die Qualität der Arbeit aus, noch über den Grad der Intensität.

Ich schreibe, ich rede, ich reise, ich fotografiere. Fotografieren ist Festhalten. Meine Bilder sind Dokumente eines künstlerischen Konzeptes, die Welt in Reisen zu erfahren, die Verarbeitung des Gesehenen. Das Foto zeigt immer nur ein Standbild. Hier wird gezeigt, was in der Realität niemals zu sehen ist: die unbewegte Welt. Es gibt sie nicht und doch ist sie da. Wir können sie eine Zeit lang festhalten - was für eine Freude." (Dieter Nuhr)

Dieter Nuhr ist einer der erfolgreichsten Satiriker Deutschlands. Seine künstlerische Seite ist weniger bekannt, gewinnt aber zunehmend an Öffentlichkeit. Nach einem Kunststudium mit Schwerpunkt Malerei widmet er sich heute der konzeptuellen Fotografie. Reisend erkundet er die Welt, dokumentiert abseitige Welten, verwandelt sie in Bilder.

Seine detaillierten Beobachtungen mit der Kamera machen Dinge sichtbar, die meist eher ungesehen bleiben. Dieter Nuhrs Bilder von Orten, Interieurs und Dingen des alltäglichen Lebens, oft hinterlassene Gegenstände, die auf den ersten Blick wenig bildwürdig erscheinen, eröffnen einen sachlichen und dennoch oft melancholischen Blick auf die Rätselhaftigkeit des Daseins. Nuhrs Werke sind Fotografien, wirken aber in erster Linie malerisch in Komposition und Farbklang und berühren den Betrachter trotz oder gerade wegen ihrer extremen Sachlichkeit und Strenge der Bildaufteilung.

Eine umfangreiche Sonderausstellung mit seinen Bildern ist vom 18.03.-18.06.2018 im Rosenhang Museum im hessischen Weilburg an der Lahn zu sehen. Die Ausstellung wird am 18. März 2018 um 14 Uhr in Anwesenheit von Dieter Nuhr eröffnet.

Öffnungszeiten Rosenhang Museum: Dienstag - Sonntag von 10 - 18 h