Form, Härte, Überzug und die Beschaffenheit ... viele Fragen ... / Fotomontage:resch

Das sollten Sie beim Kauf beachten
Wolfsburg (WB/resch) - Spätestens nach zehn Jahren ist es normalerweise Zeit für eine neue Matratze. In der alten Matratze sind Kuhlen, die die Nächte wenig erholsam machen und Rückenschmerzen verursachen. Abgesehen davon saugen die meisten Matratzen Nachtschweiß auf und geben die Feuchtigkeit tagsüber nicht wieder vollständig ab. Eine Matratze kann also nach mehreren Jahren Nutzung gut und gerne einige Kilogramm mehr wiegen als neu.

Damit Sie die richtige Matratze für sich und Ihren Partner finden, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

 

Abends nach Dienstschluss schnell in den Bettenladen? Besser nicht!

- Matratzen muss man probeliegen. Ohne geht es einfach nicht, denn ob die Form, Härte, der Überzug und die Beschaffenheit wirklich zum Körper und zu der bevorzugten Schlafposition passen, das merkt man erst im Liegen.

- Abends ist man müde. Wer müde und abgearbeitet ist, womöglich körperlich angeschlagen, der findet jedes Bett bequem. Gehen Sie vormittags auf Matratzensuche. Wenn Sie ausgeruht und körperlich fit sind, sind Sie anspruchsvoller. Das kommt Ihrem künftigen Nachtschlaf zugute, denn jetzt achten Sie wirklich darauf, ob die Matratze angenehm ist.

- Nehmen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin mit. Sie werden Bett und Matratze vermutlich öfter teilen. Ein 90 kg schwerer Mann mit einer Körperlänge von 1,89 m hat ganz andere Liegegewohnheiten als eine Frau von 1,67 m Länge und einem Gewicht von 60 kg. Ihre Matratzen müssen Ihnen beiden passen.

- Lassen Sie sich beraten. Menschen, die überwiegend auf dem Rücken schlafen, benötigen eine andere Matratze als Menschen, die eher auf dem Bauch liegen. Seitenschläfer haben wieder andere Präferenzen. Und nicht nur die Härte und das Material der Matratze ist hier ausschlaggebend, sondern auch die Wärmeeigenschaften. Denn wer auf der Seite liegt, benutzt Decke und Kissen anders als jemand, der auf dem Bauch liegt oder die ganze Nacht über immer wieder die Position ändert.

Härtegrade, Art der Matratze und Überzüge

Dass Matratzen unterschiedliche Härtegrade haben, die auf Gewicht und Größe der schlafenden Personen Rücksicht nehmen, ist bekannt. Aber auch die Art der Matratze kann zu einem guten oder schlechten Schlaf beitragen. Latexmatratzen geben nach, nehmen aber ihre ursprüngliche Form schnell wieder an und haben nicht so schnell Kuhlen und Dellen. Das ist für große, eher schwere Menschen ideal. Federkernmatratzen mit Stahlfedern sorgen für eine gute Belüftung. Sie sind für stark schwitzende Menschen optimal, sorgen aber auch in kleinen Schlafräumen für ein besseres Klima. Solche Federkernmatratzen sind auch in den gerade modernen Boxspringbetten verarbeitet. Eine weitere Variante sind Matratzen aus Polyurethan-Schaum. Die gibt es in der Standardausführung und als Kaltschaummatratzen. Um hier die unterschiedlichen Modelle besser zu unterscheiden, sollte man auf die RG-Angabe achten. Das RG, das Raumgewicht, sagt aus, welche Menge Rohmaterial auf einem Kubikmeter Schaum verarbeitet wurde. Eine Matratze mit RG 45 oder mehr gilt als sehr gut.

Eine andere Sache sind die Überzüge. Die sollten abnehmbar und waschbar sein. Allergiker/-innen benötigen allregendichte Bezüge, die in regelmäßigen Abständen gereinigt werden müssen. Für alle anderen gilt: Hygiene ist gut, der Bezug sollte zum Lüften und Waschen regelmäßig abgenommen werden, aber das muss nicht täglich sein. Wie praktisch oder unpraktisch die Handhabung der Matratze ist, gibt oft genug den Ausschlag beim Kauf.

Beratung und Vergleich

Eine gute, angenehme und der Rückengesundheit dienliche Matratze findet man selten beim ersten Versuch. Nehmen Sie getrost Beratungsangebote in Anspruch, lesen Sie Testberichte und sehen Sie sich bei Testportalen im Internet um. Ihr Rücken dankt es Ihnen.

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