Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Die Bäderabteilung der Stadt Wolfsburg bietet ab August neue Babyschwimmkurse für Neugeborene ab vier Monaten im Hallenbad Sandkamp an. Die Kurse finden jeweils mittwochs und freitags am Vormittag statt.

100 Jahre Frauenwahlrecht und politische Partizipation von Frauen heute
Wolfsburg WB/Stadt Wolfsburg) - Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsen (lag) und der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) laden traditionell am Tag der Niedersachsen zum „Tag der Niedersächsin“ ein.

Die Internet-Auktion endete mit dem Zuschlag bei 2510 Euro für einen anonymen Kunstliebhaber / Foto: Galerie Jaeschke GmbH

Wolfsburg vor Ort

Braunschweig (WB/VoBaBraWo)Mit einem großen Erfolg endete die Versteigerung des Hundes aus der Ausstellung „Alltagsmenschen“ der Bildhauerin Christel Lechner aus Witten, die vom 5. Mai bis 9. Juli in Braunschweigs Straßenbild zu sehen war.

Lange Straße in Vorsfelde / Foto: Axel Hindemith

Wolfsburg vor Ort

Wolfsburg (WB/EVG) - Ab Donnerstag, den 20. Juli 2017, bis einschließlich Sonntag, den 23. Juli 2017, wird die obere Lange Straße in Vorsfelde von der Kattenstraße bis Obere Tor wegen des dort stattfindenden Eberfestes gesperrt. Die Haltestellen „Ütschenpaul“, „Petruskirche“ und „Obere Tor“ können in diesem Zeitraum in Richtung Wendschott nicht angefahren werden.

Foto: EU-Fahnen (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission unterstützt die neue Türkei-Politik der Bundesregierung. "Die Reaktion Deutschlands ist verständlich. Ich glaube, wir alle haben große Geduld mit der Türkei bewiesen. Sie scheint dies nicht wertzuschätzen",

Sigmar Gabriel (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Ungeachtet des Streits zwischen den Regierungen in Berlin und Ankara hat sich Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in einem offenen Brief an die Türken in Deutschland gewandt.

Palästinenserpräsident Abbas unterbricht Beziehungen zu Israel / Foto: dts Nachrichtenagentur

Politik

Ramallah (dts Nachrichtenagentur) - Aus Protest gegen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen am Tempelberg in Jerusalem hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Beziehungen zu Israel eingefroren.

Foto: Volkswagen-Werk (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - VW-Chef Matthias Müller kritisiert die früheren VW-Manager Martin Winterkorn und Ferdinand Piech. "Die beiden haben sich aus heutiger Sicht zu wenig damit beschäftigt, wie die Welt in zehn oder 20 Jahren aussehen könnte.

Autobahn / Foto: resch

Wirtschaft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Justus Haucap, ehemals Chef der Monopolkommission, rechnet mit "erheblichen Bußgeldern" für die beteiligten Konzerne, falls sich der Kartellvorwurf gegen deutsche Autobauer bestätigen sollte.

Diesel-Preis an einer Tankstelle (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller fordert angesichts der Kartellvorwürfe gegen deutsche Autobauer eine Beteiligung von Verbrauchervertretern am geplanten Diesel-Gipfel.

Die Laktatwerte der Spielerinnen ermöglichen Aussagen zur Grundlagenausdauer und sind hilfreich bei der Leistungsdiagnostik der Spielerinnen / Foto: VfL Wolfsburg

Sport

Schwitzen für den Erfolg
VfL-Frauen absolvieren Laktattest
Mittwoch Trainingsauftakt.
Wolfsburg (WB/VfL Wolfsburg) - Laufen, Schwitzen, Laufen, Pieksen: Dieses Prozedere ist Leistungssportlern bestens bekannt. Wie nach jeder längeren Spielpause stand auch für die VfL-Spielerinnen der obligatorische Laktattest auf dem Programm.

Foto: Fans von RB Leipzig (über dts Nachrichtenagentur)

Sport

Leipzig (dts Nachrichtenagentur) - Der Fanforscher Harald Lange hat vor einer Radikalisierung in der Anhängerschaft des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gewarnt. Eine kleine Gruppe von RB-Anhängern habe sich offenbar radikalisiert und scheine auch vor "Gegengewalt" nicht zurückzuschrecken,

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Profiboxer Arthur Abraham bereitet sich nach seiner Niederlage im WM-Kampf gegen den Briten Chris Eubank jr. am Samstag auf eine Zukunft ohne Sport vor. Er werde maximal noch ein Jahr boxen, sagte der 37-Jährige dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 8/2017) kurz vor dem Kampf.

Foto: Bücher (über dts Nachrichtenagentur)

Vermischtes

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Lehrerverband (DL) schlägt Alarm: Schüler und Studenten in Deutschland hätten zunehmend Probleme, längere Texte zu analysieren. "Junge Menschen sind immer weniger bereit, sich auf diese Anstrengung überhaupt einzulassen",

Bodrum (dts Nachrichtenagentur) - Bei dem Erdbeben in der Ägäis in der Nacht zu Freitag sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben aus Griechenland und der Türkei sind außerdem rund 120 Personen verletzt worden.

Kleve (dts Nachrichtenagentur) - In Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf ist am Mittwochabend eine Neunjährige bei einem Unfall im Keller ihres Elternhauses ums Leben gekommen. Vermutlich sei das Mädchen an einem Stromschlag gestorben, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Das Gespräch mit Philip Kovce führte Hans-Martin Barthold.

Philip Kovce, 1986 geboren, forscht am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Philosophie der Universität Witten/Herdecke sowie am Basler Philosophicum. Er gehört dem Think Tank 30 des Club of Rome an und veröffentlichte unter anderem den Essay „Von Bologna nach Berlin und wieder zurück. PhilipKovce fotoRalphBoesÜber die Verfassung der Universität. Eine Bildungsreise“ (2016) sowie gemeinsam mit Birger P. Priddat den Sammelband „Die Aufgabe der Bildung. Aussichten der Universität“ (2015).

Herr Kovce, Sie haben eine akademische Bildungsreise unternommen und darüber ein kluges Buch geschrieben. Die „Reise“ führte Sie von den Anfängen der ältesten europäischen Universität in Bologna über das Berlin Wilhelm von Humboldts wieder zurück ins Bologna des europäischen hochschulpolitischen Mainstreams. Was war Ihr Motiv und wurde aus der Fahrt eher Sightseeing oder eine Pilgerwanderung?

Jede Bildungsreise ist eine Expedition ins Ungewisse. Ich wollte verstehen, wie sich das Verständnis von Hochschule im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat – besonders, weil ich selbst an einer Hochschule studiert habe, deren Gründung für viel Wirbel sorgte. Als die Universität Witten/Herdecke als erste Hochschule in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland 1983 eröffnet wurde, war das ein historischer Moment. Das hat mich zusätzlich angespornt, 1000 Jahre Hochschulgeschichte auf 100 Seiten zu verdichten.

Was können wir aus der Analyse von 1000 Jahren Hochschulgeschichte lernen? Gab es Ansätze und Versuche, die es für Bildungspolitiker, Universitätspräsidenten, Studierende und Arbeitgeber lohnte, heute noch einmal aufzugreifen?

Dass es diese 1000jährige Geschichte gibt, zeigt, dass Universität ein Erfolgsmodell ist. Die Freiheit von Forschung und Lehre hat sich bewährt. Für ihre Freiheit hat die Universität zuerst gegen kirchlichen, dann gegen staatlichen und in jüngster Zeit immer wieder gegen wirtschaftlichen Widerstand gekämpft. Und sie hat diesen Kampf immer dann gewonnen, wenn sie Kirche, Staat und Wirtschaft für die akademische Freiheit begeistern konnte. Ohne diese Freiheit degeneriert die Universität.

Die meisten Studienanfänger sehen im Studium eine der erfolgversprechendsten Möglichkeiten für eine hochqualifizierte Berufsausbildung. Sie suchen deshalb nach der am besten gerankten Hochschule mit so effizient wie möglich organisierten Studienangeboten. Das deckt sich durchaus mit dem hochschulpolitischen Mainstream, der die Universitäten als Wissensorganisationen definiert, zu denen man als Kunde geht, um dieses Wissen abzuholen. Was ist Ihre Kritik daran?

Wissen lässt sich bei Wikipedia abholen, dafür benötigen wir keine Universität. Wer an einer Hochschule studieren will, der hat die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Fragen zu vertiefen, welche die Wirklichkeit von morgen mitbestimmen. Dass die meisten bei der Studienwahl auf Rankings setzen, gleicht weniger einer freien Entscheidung als einer Urteilsverweigerung. Rankings taugen nicht als Qualitätsnachweis, weil sie für das Individuelle blind sind – also dafür, was für jeden Bildungsvorgang wesentlich ist.

Wir leben nicht erst seit der Finanzkrise in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte. Was ist am Ruf nach Effizienz und (Arbeits-)Marktorientierung auch für Forschung und Lehre an den Universitäten so falsch?

Daran ist gar nichts falsch. Nur tun wir heute genau das Gegenteil! Wir blähen eine Evaluationsbürokratie auf, die unter dem Vorwand der Effizienzsteigerung Zeit und Geld verschlingt, Initiative lähmt und Innovation verhindert. Und würden wir wirklich für den Arbeitsmarkt von morgen ausbilden, dann würden wir nicht so sehr auf Zahlen, Daten, Fakten, sondern vielmehr auf Ideenvermögen, Urteilskraft, Gestaltungswillen setzen.

Als eines der Ergebnisse Ihrer Bildungsreise behaupten Sie, die Universitäten seien zu Fach(hoch)schulen degeneriert, die ohne eigene Freiheit in der Lehre einen vorgegebenen und standardisierten Wissenskanon vermitteln. Dabei ist die Freiheit der Wissenschaft sogar im Grundgesetz garantiert. Woran machen Sie diese Entwicklung fest und was ergibt sich daraus? Was zeichnet eine Universität aus? Was sollte sie auszeichnen?

Die Freiheit von Forschung und Lehre ist grundrechtlich geschützt. Das hindert Universitäten jedoch nicht daran, damit fahrlässig umzugehen. Wenn nicht die akademische Freiheit, sondern Studierendenzahlen, Absolventenquoten oder Drittmittelanträge das Herz einer Hochschule bilden, dann sind wir in einer Bildungsplanwirtschaft angelangt, die heute größtenteils Realität ist. Wir richten die Bildungseinrichtungen inzwischen so ein, wie wir vor 100 Jahren die Fabriken eingerichtet haben. Industrie funktioniert heute innovativer als Universität. Das sollte uns zu denken geben!

Sie definieren Wissen als Ereignis und Bildung nicht nur als die Aneignung bereits bekannten Wissens, sondern vor allem als das gemeinschaftliche Entschlüsseln noch nicht geklärter Phänomene. Sie sprechen deshalb viel lieber von einer Denk- und Erkenntnis- als von einer Wissenskultur. Was versteckt sich dahinter?

Wenn Menschen berechenbar wären, dann wären Computer bessere Menschen. Doch das sind sie nicht. Wir haben gerade mit den unberechenbaren Fähigkeiten des Menschen zu rechnen, die sich umso besser entfalten, je mehr sie eingefordert werden. Und sie werden nicht eingefordert, wenn man nachäffen soll, was andere vorgeturnt haben, sondern wenn man tatsächlich zu denken beginnt – also sich selbst als denkendes, nicht bloß datenverarbeitendes Wesen erfährt. Diese Selbsterfahrung, die zugleich Selbsterkenntnis ist, veranlasst eine lebendige Universität. Das unterscheidet sie von sterilen Wissenssilos.

Was würden Universitätsabsolventen, die sich nicht nur Wissen angeeignet, sondern denken gelernt haben, in einer Berufswelt, die zu allererst aufs konfliktarme Funktionieren von Beschäftigten setzt – wie sich jüngst in der VW-Krise wieder zeigte –, besser machen können? Was wären ihre Vorteile?

In meinen Augen ist der eigentliche VW-Skandal nicht die Abgasaffäre, sondern die Reaktion des Unternehmens darauf. Ein Vorstandsressort, das extra neu geschaffen wurde, soll in Zukunft verhindern, dass derartige Machenschaften stattfinden. Doch dieses „Compliance“-Ressort führt gerade zum endgültigen „Outsourcing“ der Verantwortung, die heute schon kaum jemand mehr übernimmt. Das Misstrauen Mitarbeitern gegenüber korrespondiert in unserer Arbeitswelt mit institutionalisierter Verantwortungslosigkeit. Wir wären um einiges besser, wenn wir uns statt dieser Skandale wirkliche Konflikte leisten würden!

Ich behaupte, die Universitäten bilden so aus, wie es ihre „Kunden“, das heißt die Unternehmen, wünschen. Wenn die Universitäten also wieder zu Denkorten werden sollen, müsste sich dann nicht zuvorderst etwas in den Unternehmen ändern?

Wer sagt eigentlich, dass sich die Kindergärten, Schulen und Hochschulen nach den Unternehmen richten müssen? Könnte es nicht auch genau umgekehrt sein? Dass mit einer neuen Generation neue Fähigkeiten in die Gesellschaft hineinwachsen, auf die nicht zuletzt die Unternehmen angewiesen sind? Die Unternehmen, die das als erstes erkennen, und die Hochschulen, die sich als erstes darauf einstellen, werden alsbald einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil genießen…

Mit einem Universitätsstudium, liest man in Ihrem Buch, werde ein „biographisches Start-up“ auf den Weg gebracht. Wie aber können Universitäten, die schon seit Jahren unter dem Würgegriff politischer und ökonomischer Interessen ächzen, die Massen von Studenten zu betreuen haben, wieder zu Orten werden, an denen man das Denken üben kann? Was ist Ihre Vision?

Hochschulen werden zu Denkschulen, wenn sie Fähigkeiten individuell auszubilden und wahrzunehmen helfen. Das entspricht einem freien Bildungsbegriff, der sich letztlich nicht zertifizieren lässt. Wir bilden uns, wenn wir unsere Erfahrungen so ernst nehmen, dass daraus Erkenntnisse erwachsen können. Das sollten Universitäten zumindest nicht verhindern.