Neue Exponate im Volkswagen Pavillon / Fotocredit: Leitzke, Matthias

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Wolfsburg (WB/Autostadt)  – Der up! GTI* ist neu in der Volkswagen Produktpalette, der Tiguan Allspace** ein echter Mexikaner und der neue Kompakt-SUV T-Roc*** avanciert nach seiner Weltpremiere auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt zum Erfolgsmodell. Alle drei Derivate zeigt die Autostadt in Wolfsburg derzeit im Volkswagen Pavillon.

DRK-Kinder- und Familienzentrum Westhagen / Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg vor Ort

Vorbereitende Maßnahmen für Modernisierung und Ausbau beginnen
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Nach abgeschlossener Planungsphase beginnen im März 2018 die Bauarbeiten für die Modernisierung und den Ausbau des DRK-Kinder- und Familienzentrums Westhagen in der Rostocker Straße.

IG-Metall Chor „Gegenwind“ und die Chorgemeinschaft Blumberg e.V. / Fotos. privat

Wolfsburg vor Ort

IG-Metall Chor „Gegenwind“ und die Chorgemeinschaft Blumberg e.V.
Wolfsburg (WB/Alfred Hartung) - Aus Blumberg kommen 23 Sängerinnen und Sänger zu gemeinsamen Proben und einem gemeinsamen Konzert nach Wolfsburg in das Gewerkschaftshaus an der Siegfried-Ehlers-Straße 2.

Vanja Burkatzki greift in eine blaue Kiste, in der Kleinteile für die Montage liegen. Das Teil, das sie für den nächsten Montageschritt braucht, liegt jedoch nicht hier, sondern in einem anderen Fach. Ein Warnton und eine rote Anzeige weisen darauf hin. / Foto: Volkswagen

WiWOB

Pick-by-Light: Optischer Helfer unterstützt Mitarbeiter auf Weg zum passenden Bauteil
Schnelleres Kommissionieren bei niedriger Fehlerrate
Innovation steigert Produktivität um mehr als 40 Prozent
Wolfsburg (WB/Volkswagen) - Mit der Digitalisierung wandelt Volkswagen viele Arbeitsbereiche hin zu mehr Effizienz und Entlastung für die Mitarbeiter.

Foto: Angela Merkel (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Historiker und Journalist Guido Knopp sieht Angela Merkel nicht in einer Reihe mit Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Kohl. "Sie hat das Ganze nicht ermessen können. Denn die Grenzöffnung ist ja entgegen den Bestrebungen und Absichten

Foto: Einkommensteuer (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Steuereinnahmen in Deutschland steigen weiter an. Im Januar 2018 legten sie um 2,8 Prozent gegenüber den Einnahmen im Januar 2017 zu, heißt es im Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums, der am Donnerstag veröffentlicht wird.

Foto: Grenze Mazedonien - Griechenland (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die Europäische Kommission in Brüssel will die EU-Erweiterung in Richtung Westbalkan forcieren und für zwei weitere Länder die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen empfehlen. "Die EU-Kommission wird den Mitgliedstaaten

Foto: Euroscheine (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Jochen Schweizer will den Erlös aus dem Verkauf seines Erlebnisgutscheingeschäfts an den TV-Konzern ProSiebenSat.1 wieder in neue Unternehmungen stecken. "Ich habe mein Geld immer in die Firma investiert,

Foto: Mercedes-Stern (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Der Autohersteller Daimler befürchtet einen Rufschaden, weil rechte Gruppen in den Betriebsrat im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim drängen. Man beobachte die Entwicklung bei den anstehenden Betriebsratswahlen im März

Foto: Container (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2017 sind Waren im Wert von 186,6 Milliarden Euro zwischen Deutschland und China gehandelt (Exporte und Importe) worden: Damit war die Volksrepublik zum zweiten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner,

Polizei im Fußball-Stadion / Foto über dts Nachrichtenagentur

Sport

Bremen (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss sich laut eines Gerichtsurteils an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen beteiligen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt Bremen am Mittwoch in zweiter Instanz und hob damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Bremen vom 17. Mai 2017 auf.

Foto: Martin Schmidt (über dts Nachrichtenagentur)

Sport

Martin Schmidt hat sein Amt als Cheftrainer des VfL Wolfsburg mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt./ Foto: VfL Wolfsburg

Sport

Wolfsburg (WB/VfL Wolfsburg) - Martin Schmidt hat sein Amt als Cheftrainer des VfL Wolfsburg mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Der Schweizer informierte am Montagvormittag VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher, Sportdirektor Olaf Rebbe sowie den Aufsichtsrat über seine Entscheidung.

Foto:Euroscheine über dts Nachrichten

Vermischtes

Eschborn (ots) - Jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer weiß, wie viel er im Vergleich zu seinen Kollegen verdient - Wenn es die Möglichkeit gäbe, das Gehalt der Kollegen zu erfahren, würde knapp die Hälfte der Befragten sie nutzen - Die Gründe:

Foto:Schreibtisch über dts Nachrichtenagentur

Vermischtes

Hamburg (ots) - Der Hausputz muss nicht immer zum Großeinsatz von Haushaltschemikalien führen. Deren Inhaltsstoffe können Atemwegsbeschwerden, Ekzeme oder Allergien hervorrufen. Für die üblichen Verschmutzungen im Haushalt

ZDF-Journalistin Bettina Schausten / Foto: ZDF/Klaus Wedding

Vermischtes

Vertrag um drei Jahre verlängert
Hamburg (ots) - Die ZDF-Journalistin Bettina Schausten bleibt Leiterin des Hauptstadtstudios des Senders. Ihr Vertrag wurde um drei Jahre verlängert. Das meldet das Hamburger Medienmagazin 'new business' (www.new-business.de) in seiner am Montag, 19. Februar, erscheinenden Ausgabe.

Das Gespräch mit Philip Kovce führte Hans-Martin Barthold.

Philip Kovce, 1986 geboren, forscht am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Philosophie der Universität Witten/Herdecke sowie am Basler Philosophicum. Er gehört dem Think Tank 30 des Club of Rome an und veröffentlichte unter anderem den Essay „Von Bologna nach Berlin und wieder zurück. PhilipKovce fotoRalphBoesÜber die Verfassung der Universität. Eine Bildungsreise“ (2016) sowie gemeinsam mit Birger P. Priddat den Sammelband „Die Aufgabe der Bildung. Aussichten der Universität“ (2015).

Herr Kovce, Sie haben eine akademische Bildungsreise unternommen und darüber ein kluges Buch geschrieben. Die „Reise“ führte Sie von den Anfängen der ältesten europäischen Universität in Bologna über das Berlin Wilhelm von Humboldts wieder zurück ins Bologna des europäischen hochschulpolitischen Mainstreams. Was war Ihr Motiv und wurde aus der Fahrt eher Sightseeing oder eine Pilgerwanderung?

Jede Bildungsreise ist eine Expedition ins Ungewisse. Ich wollte verstehen, wie sich das Verständnis von Hochschule im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat – besonders, weil ich selbst an einer Hochschule studiert habe, deren Gründung für viel Wirbel sorgte. Als die Universität Witten/Herdecke als erste Hochschule in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland 1983 eröffnet wurde, war das ein historischer Moment. Das hat mich zusätzlich angespornt, 1000 Jahre Hochschulgeschichte auf 100 Seiten zu verdichten.

Was können wir aus der Analyse von 1000 Jahren Hochschulgeschichte lernen? Gab es Ansätze und Versuche, die es für Bildungspolitiker, Universitätspräsidenten, Studierende und Arbeitgeber lohnte, heute noch einmal aufzugreifen?

Dass es diese 1000jährige Geschichte gibt, zeigt, dass Universität ein Erfolgsmodell ist. Die Freiheit von Forschung und Lehre hat sich bewährt. Für ihre Freiheit hat die Universität zuerst gegen kirchlichen, dann gegen staatlichen und in jüngster Zeit immer wieder gegen wirtschaftlichen Widerstand gekämpft. Und sie hat diesen Kampf immer dann gewonnen, wenn sie Kirche, Staat und Wirtschaft für die akademische Freiheit begeistern konnte. Ohne diese Freiheit degeneriert die Universität.

Die meisten Studienanfänger sehen im Studium eine der erfolgversprechendsten Möglichkeiten für eine hochqualifizierte Berufsausbildung. Sie suchen deshalb nach der am besten gerankten Hochschule mit so effizient wie möglich organisierten Studienangeboten. Das deckt sich durchaus mit dem hochschulpolitischen Mainstream, der die Universitäten als Wissensorganisationen definiert, zu denen man als Kunde geht, um dieses Wissen abzuholen. Was ist Ihre Kritik daran?

Wissen lässt sich bei Wikipedia abholen, dafür benötigen wir keine Universität. Wer an einer Hochschule studieren will, der hat die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Fragen zu vertiefen, welche die Wirklichkeit von morgen mitbestimmen. Dass die meisten bei der Studienwahl auf Rankings setzen, gleicht weniger einer freien Entscheidung als einer Urteilsverweigerung. Rankings taugen nicht als Qualitätsnachweis, weil sie für das Individuelle blind sind – also dafür, was für jeden Bildungsvorgang wesentlich ist.

Wir leben nicht erst seit der Finanzkrise in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte. Was ist am Ruf nach Effizienz und (Arbeits-)Marktorientierung auch für Forschung und Lehre an den Universitäten so falsch?

Daran ist gar nichts falsch. Nur tun wir heute genau das Gegenteil! Wir blähen eine Evaluationsbürokratie auf, die unter dem Vorwand der Effizienzsteigerung Zeit und Geld verschlingt, Initiative lähmt und Innovation verhindert. Und würden wir wirklich für den Arbeitsmarkt von morgen ausbilden, dann würden wir nicht so sehr auf Zahlen, Daten, Fakten, sondern vielmehr auf Ideenvermögen, Urteilskraft, Gestaltungswillen setzen.

Als eines der Ergebnisse Ihrer Bildungsreise behaupten Sie, die Universitäten seien zu Fach(hoch)schulen degeneriert, die ohne eigene Freiheit in der Lehre einen vorgegebenen und standardisierten Wissenskanon vermitteln. Dabei ist die Freiheit der Wissenschaft sogar im Grundgesetz garantiert. Woran machen Sie diese Entwicklung fest und was ergibt sich daraus? Was zeichnet eine Universität aus? Was sollte sie auszeichnen?

Die Freiheit von Forschung und Lehre ist grundrechtlich geschützt. Das hindert Universitäten jedoch nicht daran, damit fahrlässig umzugehen. Wenn nicht die akademische Freiheit, sondern Studierendenzahlen, Absolventenquoten oder Drittmittelanträge das Herz einer Hochschule bilden, dann sind wir in einer Bildungsplanwirtschaft angelangt, die heute größtenteils Realität ist. Wir richten die Bildungseinrichtungen inzwischen so ein, wie wir vor 100 Jahren die Fabriken eingerichtet haben. Industrie funktioniert heute innovativer als Universität. Das sollte uns zu denken geben!

Sie definieren Wissen als Ereignis und Bildung nicht nur als die Aneignung bereits bekannten Wissens, sondern vor allem als das gemeinschaftliche Entschlüsseln noch nicht geklärter Phänomene. Sie sprechen deshalb viel lieber von einer Denk- und Erkenntnis- als von einer Wissenskultur. Was versteckt sich dahinter?

Wenn Menschen berechenbar wären, dann wären Computer bessere Menschen. Doch das sind sie nicht. Wir haben gerade mit den unberechenbaren Fähigkeiten des Menschen zu rechnen, die sich umso besser entfalten, je mehr sie eingefordert werden. Und sie werden nicht eingefordert, wenn man nachäffen soll, was andere vorgeturnt haben, sondern wenn man tatsächlich zu denken beginnt – also sich selbst als denkendes, nicht bloß datenverarbeitendes Wesen erfährt. Diese Selbsterfahrung, die zugleich Selbsterkenntnis ist, veranlasst eine lebendige Universität. Das unterscheidet sie von sterilen Wissenssilos.

Was würden Universitätsabsolventen, die sich nicht nur Wissen angeeignet, sondern denken gelernt haben, in einer Berufswelt, die zu allererst aufs konfliktarme Funktionieren von Beschäftigten setzt – wie sich jüngst in der VW-Krise wieder zeigte –, besser machen können? Was wären ihre Vorteile?

In meinen Augen ist der eigentliche VW-Skandal nicht die Abgasaffäre, sondern die Reaktion des Unternehmens darauf. Ein Vorstandsressort, das extra neu geschaffen wurde, soll in Zukunft verhindern, dass derartige Machenschaften stattfinden. Doch dieses „Compliance“-Ressort führt gerade zum endgültigen „Outsourcing“ der Verantwortung, die heute schon kaum jemand mehr übernimmt. Das Misstrauen Mitarbeitern gegenüber korrespondiert in unserer Arbeitswelt mit institutionalisierter Verantwortungslosigkeit. Wir wären um einiges besser, wenn wir uns statt dieser Skandale wirkliche Konflikte leisten würden!

Ich behaupte, die Universitäten bilden so aus, wie es ihre „Kunden“, das heißt die Unternehmen, wünschen. Wenn die Universitäten also wieder zu Denkorten werden sollen, müsste sich dann nicht zuvorderst etwas in den Unternehmen ändern?

Wer sagt eigentlich, dass sich die Kindergärten, Schulen und Hochschulen nach den Unternehmen richten müssen? Könnte es nicht auch genau umgekehrt sein? Dass mit einer neuen Generation neue Fähigkeiten in die Gesellschaft hineinwachsen, auf die nicht zuletzt die Unternehmen angewiesen sind? Die Unternehmen, die das als erstes erkennen, und die Hochschulen, die sich als erstes darauf einstellen, werden alsbald einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil genießen…

Mit einem Universitätsstudium, liest man in Ihrem Buch, werde ein „biographisches Start-up“ auf den Weg gebracht. Wie aber können Universitäten, die schon seit Jahren unter dem Würgegriff politischer und ökonomischer Interessen ächzen, die Massen von Studenten zu betreuen haben, wieder zu Orten werden, an denen man das Denken üben kann? Was ist Ihre Vision?

Hochschulen werden zu Denkschulen, wenn sie Fähigkeiten individuell auszubilden und wahrzunehmen helfen. Das entspricht einem freien Bildungsbegriff, der sich letztlich nicht zertifizieren lässt. Wir bilden uns, wenn wir unsere Erfahrungen so ernst nehmen, dass daraus Erkenntnisse erwachsen können. Das sollten Universitäten zumindest nicht verhindern.