Foto: Bauer mit Traktor (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bio-Landwirtschaft muss sich nach Ansicht des Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Die Züchtung klimaresistenter Pflanzen durch Gentechnik sei aber keine Lösung,

sagte Verbandschef Felix Prinz zu Löwenstein der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das gelte auch für neue Methoden wie etwa die sogenannte Genschere, mit der Forscher ins Erbgut von Pflanzen eingreifen können.

"Das Fokussieren auf Gentechnik ist die falsche Antwort auf den Klimawandel. Wir müssen uns das gesamte System anschauen", so Löwenstein. Von gentechnisch veränderten Pflanzen profitierten nur diejenigen, die das Patent besäßen.

Zwar sei die ökologische Landwirtschaft angesichts der Herausforderungen besser aufgestellt als die konventionelle. "Zurücklehnen können aber auch wir uns nicht. Was getan werden muss, geht auch über das hinaus, was wir bereits machen."

Der Verbandschef nannte als Beispiel Agroforstwirtschaft, bei der Bäume in Felder integriert werden und so den Boden auch bei Trockenheit vor Abtragung schützen. Der Bauernverband hatte sich zuvor für den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen.

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