Foto: Stuttgart-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof (über dts Nachrichtenagentur)

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Beim Projekt Stuttgart 21 explodieren laut eines Berichts des "Spiegels" insbesondere wegen der Preissteigerungen in der boomenden Baubranche die Kosten. Die Bahn will deshalb an die Reserven des Vorhabens,

schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe. Der Aufsichtsrat solle in der Sitzung am 19. Juni genehmigen, den finanziellen Puffer in Höhe von 495 Millionen Euro freizugeben, heißt es demnach in einem Schreiben der Bahn-Verantwortlichen an das Gremium.

So sei die Bahn bei Vergaben an Baufirmen etwa für aufwendige Brücken und Tunnel "zum Teil mit über 20 Prozent höheren Geboten konfrontiert". Diese Marktpreiseffekte hätten sich etwa bei Aufträgen an der Anschlussstelle Esslingen und der Haltestelle Staatsgalerie "mit rund 60 Millionen Euro Mehrkosten gegenüber den Budgetansätzen niedergeschlagen". Eine Garantie, dass es beim ursprünglich festgesetzten Budget bleibt, kann Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla laut "Spiegel" nicht geben.

Das Unternehmen verspricht dennoch: "Die DB hält weiter an der Kostenprognose in Höhe von maximal 8,2 Milliarden Euro fest."