Foto: Computer-Nutzer (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutsche Unternehmen haben trotz zahlreicher spektakulärer Hacker-Attacken im vergangenen Jahr kaum eine Vorstellung von der wahren Bedrohung und Gefahr durch Cyber-Attacken. Das zeigt die neue "Cyber-Sicherheits-Umfrage 2018" (27 Seiten)

des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), über welche die "Bild" (Mittwochsausgabe) berichtet. Die Ergebnisse der BSI-Befragung sind demnach ernüchternd. So gehen 87 Prozent der befragten 1.039 Unternehmen oder Institutionen "nicht davon aus, dass Cyber-Vorfälle zu Störungen oder Ausfällen des Betriebsablaufes führen können". Nur 8 Prozent sehen diese Gefahr als realistisch an. Dabei war jeder dritte befragte Betrieb (genau 33 Prozent) im Jahr 2018 von Cyber-Sicherheitsvorfällen betroffen, Großunternehmen deutlich häufiger (43 Prozent) als kleine und mittlere Unternehmen (26 Prozent).

Genau 93 Prozent der Befragten sehen durch die Digitalisierung keine neuen "Angriffsflächen für Bedrohungen aus dem Cyber-Raum" für sich entstehen. Nur 3 Prozent sehen hier neue Risiken. In den wenigsten Unternehmen - auf 25 Prozent der Befragten trifft das zu ist Cyber-Sicherheit "Chef-Sache".

Bei 70 Prozent der Unternehmen ist dies laut BSI nicht der Fall. Tatsache ist aber, dass Cyber-Angriffe erhebliche Konsequenzen für davon betroffene Unternehmen und Institutionen hatten. Denn bei 87 Prozent der Betroffenen sorgten sie für Betriebsstörungen oder gar Betriebsausfälle.

Hinzu kamen bei 65 Prozent der Betroffenen noch die Kosten für die Aufklärung der Vorfälle und die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie eine Rufschädigung (22 Prozent).