Foto: Deutsche Bank (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und seine Staatssekretäre haben in den vergangenen Monaten mit fast 40 international tätigen Großbanken Gespräche geführt. Das ergibt sich aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage

des Grünen-Finanzpolitikers Danyal Bayaz, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Montagausgaben berichten. Die Darstellung von Scholz, er habe mit den Fusionsplänen von Commerzbank und Deutscher Bank nichts zu tun, sei deshalb nicht glaubwürdig, sagte Bayaz dem RND. "Scholz hat in den vergangenen Monaten offensichtlich sehr genau sondiert, wie die weltweite Lage im Bankensektor ist und welche Chancen die deutschen Banken haben", sagte der Grünen-Finanzexperte.

"Für mich verdichtet sich immer mehr das Bild, dass er der maßgebliche Treiber des Fusionsprozesses ist. Jetzt hat ihn aber offenbar die starke Kritik an dem Vorhaben überrascht, weshalb er seine Rolle leugnet." Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums gab es unter anderem Gespräche mit europäischen Banken wie UBS oder BNP Paribas, aber auch mit globalen Playern wie JPMorgan Chase, Citibank oder der Bank of China.

Bayaz forderte Scholz auf, über seine genauen Aktivitäten zu berichten. "Ich erwarte, dass Scholz seine Rolle und Strategie im Bundestag endlich erklärt. Bisher haben wir keinerlei Informationen erhalten, auch nicht hinter verschlossenen Türen. Das geht gar nicht", kritisierte er.

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