Trophäe 2019 / Foto: KD Busch/zeag

81 Mittelständler wurden von Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement geehrt
Top Job-Siegel weist sie als fortschrittliche Arbeitgeber aus
Konstanz/Berlin (WB/zeag) - Die Suche nach Fachkräften wird immer häufiger zur Herausforderung. Im Wettbewerb um gute Mitarbeiter haben vorausschauende Mittelständler erkannt, dass besonders Fachkräfte genau hinschauen, bei wem sie sich bewerben und wie wichtig es ist, diese auch zu halten.

Unternehmen aus ganz Deutschland haben sich deshalb einer intensiven Prüfung ihrer Qualitäten als Arbeitgeber gestellt – und 81 von ihnen haben sie mit Bravour bestanden. Sie wurden am vergangenen Freitag den 22. Februar in Berlin mit dem Arbeitgeber-Label Top Job ausgezeichnet. Die Unternehmer werden durch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft wie zum Beispiel dem ehemaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, dem Ex-Vizekanzler und Außenminister Sigmar Gabriel, dem Initiator der Rürup Rente, Professor Bert Rürup sowie dem ehemaligen Arbeitgeberpräsident Professor Dieter Hundt geehrt. Ab sofort können sie ihre herausragenden Qualitäten als Arbeitgeber mit dem Arbeitgeber-Label Top Job belegen und damit um Fachkräfte werben.

"Sehr gern gebe ich meiner Freude Ausdruck über besonders engagierte mittelständische Arbeitgeber, die ihre Zukunftsfähigkeit in erster Linie mit einer Arbeitsplatzkultur gewährleisten, in der die Mitarbeiter ganz konkret und eben nicht nur verbal im Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns stehen,“ – würdigt Wolfgang Clement, Top JOB Mentor, die ausgezeichneten Unternehmen.

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit gelten. Es sind vor allem die mittelständischen Unternehmer in Deutschland, die mit Ihrem Willen zur Ausbildung junger Menschen diesem Verfassungsauftrag gerecht werden“, bedankt sich Ex-Vize Kanzler Sigmar Gabriel bei den Unternehmen bezieht sich damit auf das Grundgesetz.

Das Arbeitgebersiegel Top Job ist das traditionsreichste Arbeitgebersiegel Deutschlands - die Vergabe folgt anspruchsvollen und transparenten Kriterien, deren Einhaltung ein Wissenschaftlerteam der Schweizer Universität St. Gallen im Auftrag des in Konstanz ansässigen Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, analysiert. Herzstück der Bewertung sind detaillierte Mitarbeiterbefragungen. Hier wird anhand von wissenschaftlich fundierten Faktoren überprüft, wie es um die Arbeitskultur in den Unternehmen bestellt ist.
Die Unternehmen erfahren zudem, wo nachjustiert werden muss, um eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber zu erreichen und die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.

Unter den Ausgezeichneten sind Unternehmen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen am stärksten vertreten – in den Branchen stellen Unternehmen der IT und Automobilwirtschaft die größten Gruppen.

Die Unternehmensbewertung führte das Institut für Führung- und Personalmanagement der Universität St. Gallen unter Leitung von Frau Prof. Dr. Heike Bruch durch. Aus dem Kreis der ausgezeichneten Arbeitgeber ermittelte eine mit erfahrenen Wirtschaftsexperten besetzte Jury in jeder der vier Größenklassen noch einen Gesamtsieger, den „Arbeitgeber des Jahres“.

„Wir achten bei der Siegelvergabe und bei den Anregungen, die wir an die Teilnehmer individuell zurückspiegeln, besonders auf den Erhalt einer gesunden von Motivation und Dynamik geprägten Arbeitsplatzkultur. Denn insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Beschleunigung ist diese Balance ein Schlüsselfaktor des nachhaltigen Erfolgs und ein gesellschaftlicher Auftrag“, kommentiert Silke Masurat, Geschäftsführerin der zeag GmbH.

Zu den diesjährigen vier Hauptpreisträgern zählen mit den Unternehmen Conet Group und maihiro GmbH zwei Unternehmen, die sich im besonders heiß umkämpften IT-Fachkräftemarkt hervorheben und mit dem Kommunikationsdienstleister Kikxxl und dem Marketingspezialisten arvenio marketing GmbH, zeigt sich die Kommunikationsbranche äußerst stark.

Unter den 81 ausgezeichneten Arbeitgebern sind 25 nationale und 7 Weltmarktführer. Im Durchschnitt beschäftigen die Unternehmen 307 Mitarbeiter und die Frauenquote in Führungspositionen liegt bei durchschnittlich 24%. Insgesamt wurden 16.740 Mitarbeitende befragt. Die Instrumente der Personalarbeit flossen nur zu einem Drittel in die Bewertung ein.

 


Der Unternehmensvergleich „Top Job“

Seit 2002 arbeiten mittelständische Unternehmen mit „Top Job“ an ihren Qualitäten als Arbeitgeber. Zu dem Projekt gehört auch ein Siegel, mit dem die besten Arbeitgeber ihre Qualitäten sichtbar machen. Die Organisation obliegt der zeag GmbH – Zentrum für Arbeitgeberattraktivität mit Sitz in Konstanz am Bodensee. Die wissenschaftliche Leitung des Benchmarkings liegt in den Händen von Prof. Dr. Heike Bruch und ihrem Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement.

Der Organisator: zeag GmbH I Zentrum für Arbeitgeberattraktivität
Unter dem Dach des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität fasst die zeag GmbH die beiden Benchmark-Projekte ETHICS IN BUSINESS und Top Job thematisch zusammen. zeag begleitet damit mittelständische Unternehmen, die auf den Gebieten Personalmanagement und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung bereits Herausragendes leisten oder mittelfristig leisten möchten.