Foto: Frankfurter Wertpapierbörse (über dts Nachrichtenagentur)

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Ungeachtet der schwächeren Konjunktur, vieler Ertragswarnungen und Sparprogramme bieten Deutschlands Großkonzerne derzeit mehr als 20.000 offene Stellen in Deutschland an. Das sind so viele wie noch nie,

schreibt das "Handelsblatt". Alle 30 DAX-Unternehmen haben Stellen ausgeschrieben, auch jene wie Siemens und die Deutsche Telekom, die an anderer Stelle Personal abbauen. Gesucht werden vor allem Software-Entwickler, IT-Architekten, Mathematiker und Ingenieure. Die meisten Stellen bieten die Autobauer an: Volkswagen mit seinen Marken wie Audi, Porsche und MAN hat in Deutschland mehr als 3.000 offene Stellen zu besetzen, Daimler knapp 2.000 und BMW mehr als 1.000. Groß ist der Bedarf auch beim Gesundheitsriesen Fresenius mit mehr als 1.500 offenen Stellen und der Deutschen Post mit knapp 1.500. Nach Einschätzung des Ifo-Instituts geht der Beschäftigungsaufbau auch gesamtwirtschaftlich weiter. Darauf deutet das Ifo-Beschäftigungsbarometer hin, das die Münchener Konjunkturforscher monatlich exklusiv für das "Handelsblatt" berechnen.

Zwar ist der Indikator, der auf den Beschäftigungsabsichten von rund 9.000 Unternehmen fußt, im Januar auf 103,0 Punkte gefallen, nach 104,1 Punkten im Dezember. Dennoch planen die Unternehmen, ihren Mitarbeiterstamm weiter zu vergrößern.