Foto von Balthasar Schmitt, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=940840

Staatsanwaltschaft und Nebenklage fordern sieben Jahre Haft
BS/Vorsfelde (WB/resch) Im Prozess gegen einen Mann aus Vorsfelde forderten bei der gestrigen Verhandlung in Braunschweig am Landgericht Staatsanwaltschaft und Nebenklage gegen den 63-Jährigen insgesamt sieben Jahre Haft. Davon soll der Angeklagte drei im Gefängnis und vier in einer psychiatrischen Einrichtung verbringen.

Er hatte seine Ehefrau brutal geschlagen und lebensgefährlich verletzt (in den Medien wurde im Sommer diesen Jahres ausführlich berichtet). Der Rechtsanwalt des Beklagten plädierte für vier Jahre in einer Entziehungsanstalt. Die Frau wies massive Verletzungen an Kopf und Oberkörper auf und sie war mit Faustschlägen attackiert worden. Selbst am Boden liegend, habe der Beschuldigte sie mit Fußtritten zusätzlich erheblich verletzt.

Der Mann hatte schon zwei Jahre zuvor die Wohnung des Paares demoliert und damals hatte die Polizei bereits um Einweisung in die Psychiatrie gebeten.
Der Anwalt des Beklagten verwies darauf, dass eine Tötungsabsicht nicht erwiesen sei. Sein Mandant habe sich nicht kontrollieren können. Die Staatsanwältin konstatiert: Nur die Tatsache, dass die Polizei schnell vor Ort war, ist der Grund dafür, dass es bei versuchtem Totschlag geblieben sei. Die Trunkenheit des Angeklagten, sei kein Grund zur Milde: Der Beklagte habe den Zustand bewusst herbeigeführt, in dem Wissen ihm tut Alkohol nicht gut. Der Beklagte selbst konnte sich vor Gericht nicht äußern. Sein Anwalt verlas seine Notitz : „Ich kann es nie wieder gut machen.“ Und: „Ich verachte mich selbst.“

Das Urteil soll am Donnerstag, 29. November, um 11 Uhr verkündet werden.

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