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Minister Althusmann: Positive Neubewertung der Schienenwege gute Nachrichten für das Mobilitätsland Niedersachsen
Hannover (WB/Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) - Bundesverkehrsminister Scheuer hat gestern, am Dienstag die Liste der Schienenprojekte vorgestellt, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) aus der Kategorie „potenzieller Bedarf“ in die höchste Kategorie „vordringlicher Bedarf“ hochgestuft werden.

Für Niedersachsen sind diese Projekte:

Ausbau des Knotens Hannover

Ausbau der Strecken Lehrte – Wolfsburg und Lehrte – Braunschweig – Helmstedt – Magdeburg, sowie die Elektrifizierung der Strecke Hameln – Elze

Elektrifizierung der Strecke Stade – Cuxhaven

Diese Projekte sind mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro verbunden. Auch der Ausbau des Knotens Hamburg, der ebenfalls in den vordringlichen Bedarf eingestuft wird, wirkt sich positiv auf Maßnahmen auf niedersächsischem Gebiet im Hamburger Süden aus.

„Die Hochstufung der Schienenprojekte ist eine gute Nachricht für das Mobilitätsland Niedersachsen. Besonders der Ausbau der Knoten Hannover und Hamburg beseitigt derzeitige Engpässe im Bahnverkehr und stellt eine wichtige und notwendige Ergänzung zum bestehenden BVWP-Projekt Alpha-E dar, mit dem die Strecken im Raum Hamburg – Hannover – Bremen ausgebaut werden sollen. Nun muss zügig mit der konkreten Planung begonnen werden“, sagt Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann.

Auch die Streckenausbauten im Raum Hannover bedeuten eine wichtige Kapazitätsausweitung für mehr Schienenverkehr auf der Ost-West-Verbindung. Die Elektrifizierung des Lückenschlusses Hameln-Elze schafft darüber hinaus eine Umfahrungsmöglichkeit für den Knoten Hannover im Fall von Störungen. „Besonders freue ich mich auch über die Elektrifizierung der Strecke nach Cuxhaven. Nach Wilhelmshaven wird damit der letzte niedersächsische Seehafen an das elektrifizierte Bahnnetz angebunden“, so Althusmann. Für die Elektrifizierung der Strecke Bremerhaven – Bremervörde – Rotenburg ist die Bewertung noch nicht abgeschlossen. Hier würde sich Althusmann ebenfalls eine Hochstufung in den vordringlichen Bedarf wünschen.

Insgesamt 44 der bisher bundesweit im potenziellen Bedarf eingestuften Projekte wurden in den vergangenen Monaten gutachterlich untersucht. Bei 29 dieser Projekte ergab sich ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis und somit die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf. Dabei hat der ursprünglich gar nicht im BVWP vorgesehene Ausbau des Knotens Hannover mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 5,5 bundesweit den Spitzenwert erreicht.

Der derzeit vorliegende Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde 2016 beschlossen und sieht Investitionen in Verkehrswege von insgesamt rund 270 Milliarden Euro vor, rund 112 Milliarden Euro sollen in Schienenprojekte investiert werden. Für den Plan waren über 2.000 Vorhaben angemeldet und nach Kosten, Nutzen und Umweltfolgen bewertet worden.