Foto: Strommast (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Um eine stabile und ausfallsichere Energieversorgung in Zukunft gewährleisten zu können, sollte aus Sicht des Digitalverbands Bitkom die Sicherheit des deutschen Energiesystems grundsätzlich neu geregelt werden.

Dabei komme digitalen Technologien eine Schlüsselrolle zu, heißt es in einem Positionspapier, das der Verband am Donnerstag vorstellte. "Dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien statt einiger weniger großer Kraftwerke, komplexere Verteilernetze, eine steigende Stromnachfrage für Elektromobilität und im Wärmesektor sowie die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe machen es nötig, dass wir die Sicherheit unserer Energieversorgung völlig neu denken", sagte Bitkom-Chef Bernhard Rohleder.

Traditionell werde die Sicherheit des Energiesystems dadurch sichergestellt, dass es von für die Versorgung wichtigen Teilen wie Leitungen oder Transformatoren, aber auch Kraftwerken immer eines mehr gebe, als bei Höchstlast benötigt würden, hieß es. Künftig müsse das deutsche Energiesystem aber statt auf Robustheit auf "Resilienz" ausgerichtet sein, fordert Bitkom. Im Fall einer Störung solle das Energiesystem aktiv so reagieren, dass es seine grundlegende Funktionsfähigkeit beibehalte und nach Beseitigung der Störung selbststätig die volle Leistungsfähigkeit wiedererlange.

Sehr viele dezentrale Solar- und Windkraftanlagen würden dabei zum Rückgrat der Stromerzeugung.