Foto: Audi (über dts Nachrichtenagentur)

München (dts Nachrichtenagentur) - Im Zuge des Dieselskandals hat die Staatsanwaltschaft München erneut eine Razzia bei Audi durchgeführt. So wurden am Dienstag neben einer Privatwohnung in Baden-Württemberg auch Büro- und Geschäftsräume

von Audi an den Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm durchsucht. Hierbei stand nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Einsatz von technischen Vorrichtungen zur Manipulation von Abgaswerten in V6-3-Liter-Dieselmotoren, die für den europäischen Absatzmarkt bestimmt waren, im Fokus.

Im Verfahren würden nunmehr 14 Personen als Beschuldigte geführt, hieß es. Hierunter seien aber keine aktuellen oder ehemaligen Vorstandsmitglieder der Audi AG. Es gehe um Betrug sowie strafbare Werbung. Der Tatverdacht beziehe sich derzeit auf die Dieselmotoren in mindestens rund 210.000 Fahrzeugen, die seit 2009 auf dem europäischen und dem US-Markt ausgeliefert wurden.