Foto: Straßenverkehr (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) übt Kritik an dem von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) initiierten Treffen der Autobranche am Freitag im Neuen Schloss in Stuttgart: "Das ist ein Gespräch der Automobilindustrie mit sich selbst und der Politik.

Es wäre wichtig gewesen, deutlich mehr Vertreter aus der Zivilgesellschaft einzuladen", so die Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender in der "Heilbronner Stimme" und im "Mannheimer Morgen" (Donnerstag). Dahlbender, die selbst an dem Treffen teilnimmt, ist dort eine der wenigen Umwelt- und Naturschutzvertreter.

Es sei ein Fehler, dass sich unter den 40 Teilnehmern größtenteils Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft befänden, die aus dem Bereich des Automobilsektors stammten. Dies müsse bei einem möglichen nächsten Treffen korrigiert werden. Obwohl es nicht auf der Tagesordnung stehe, wolle sie am Freitag auch Themen wie mögliche Fahrverbote in Stuttgart, die hohe Schadstoffbelastung in der Stadt sowie die Diesel-Nachrüstungen ansprechen.

"Ich werde das thematisieren und möchte von der Automobilindustrie auch Antworten bekommen, wie sie die Probleme lösen will", kündigte Dahlbender an. Zudem sei es ein Fehler, bei dem Treffen nur über die Zukunft des Autos zu sprechen. "Es sollte um die Zukunft der Mobilität gehen. Da geht es um mehr als nur ums Auto." Deswegen sollten auch der ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer oder der Schiffsverkehr als eigene Themen behandelt werden.